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Immer mit dem Wind
Datum: 26.06.2021, Kategorien: 1 auf 1, Autor: Kastor Aldebaran
... befanden oder etwas zu trinken war. Erst jetzt, wo ich es zu sehen bekam, fiel mir ein, dass ich schon lange nichts mehr gegessen hatte und augenblicklich begann mein Magen zu knurren. Alles was man sich wünschen konnte wurde aufgestellt. Zumindest wenn es darum ging das es süß sein sollte. Kandierte Früchte in aller Form, dazu Gebäck unserem Blätterteig gleich mit einer Menge Zucker zubereitet. So etwas wie unser Brot mit Wurst wurde nicht gereicht. Entweder war es nicht an der Zeit oder das gab es einfach nicht. Aber das war mir in dem Moment auch vollkommen egal. Ich bohrte mich geradezu durch die Köstlichkeiten und nur wenig später war ich voll bis oben hin. Das viele süße Zeugs erzeugte sehr schnell ein Gefühl der Völle. Trotzdem passte immer wieder ein kleines Stück hinein. Dazu gab es Fruchtsaft. Zu meiner Freude hatte sich jemand die Mühe gemacht und wohl dutzende Granatäpfel entsaftet, denn ein ganzer Krug der tiefroten Flüssigkeit stand da und ich genoss es wie noch nie irgendwas, diesen leicht gekühlten, schweren und unheimlich geschmackvollen Saft durch den Hals laufen zu lassen. Irgendwann war unserer Fressorgie zu Ende und wie durch Zauberhand wurde es wieder von den Damen abgeräumt, allerdings nicht ohne etwas neues, aber wesentlich weniger davon hinzustellen. Dazu brachten sie eine Schale aus der ein leichter Rauchfaden stieg. Als sie dann wieder aus dem Raum waren, beugte Hassan sich vor, entnahm dem Gefäß ein kleines Stückchen glühende Kohle und ...
... legte sie auf den Tabakbehälter oberhalb der Wasserpfeife. Sofort stieg ein etwas dickerer Rauchfaden auf und der Geruch von brennendem Tabak stieg in unsere Nasen. Dann schnappte sich Hassan eine der Schläuche, ließ sich zurücksinken und sog vollkommen entspannt am Schlauch. Nur da blubbernde Geräusch war zu hören und Richard und ich wollten nicht nachstehen. Jeder von uns nahm auch einen der Schläuche und wir nuckelten ebenso wie Hassan daran, obwohl wir vorher noch nie geraucht hatten. Da es aber nicht inhaliert wurde, war es seltsamer Weise ein Genuss für uns und es machte mir unheimliche Freude zuzusehen, wenn in der Flasche die Blasen aufstiegen und blubbernde Geräusche machte. Nach wenigen Minuten beugte Hassan sich wieder vor, nahm das Stückchen Kohle mit einer Zange wieder heraus griff in eine der Döschen die daneben standen. Er holte ein kleines Stückchen schwarzbräunliches, klebriges Etwas heraus, was ich nicht kannte. Dann legte er es mit auf den Tabak und das Kohlestückchen wieder darauf. Sofort kam uns ein schwerer, süßlicher, noch nie gerochener Duft entgegen. Er war schwer zu beschreiben, eben einmalig. Hassan ließ sich wieder zurücksinken und sog an seinem Mundstück und Richard und ich taten es ihm gleich. Der Duft aus dem Etwas stieg jetzt mit in den Rauch, den wir im Mundraum hatten und er schmeckte anders als zuvor. Ebenso wurde mir langsam aber sicher etwas komisch. Es war nicht als wenn man Alkohol trank, aber kam vielleicht in die Richtung. Man ...