1. Immer mit dem Wind


    Datum: 26.06.2021, Kategorien: 1 auf 1, Autor: Kastor Aldebaran

    ... Meter weiter öffnete sich der dichte Blätterwald und vor uns lag ein kleiner See. Nicht mehr als vielleicht fünfzig Meter breit und lang der keinen weiteren Zufluss hatte. Zumindest sahen wir keinen. Also musste die Quelle am Boden des Sees sein und wurde von dort aus gespeist.
    
    Ein herrlicher Flecken Erde und das Wasser lud geradezu dazu ein, hinein zu springen. Da sonst niemand da war, zogen Richard und ich uns sofort aus und sprangen übermütig ins kühle Wasser.
    
    Eins muss ich an dieser Stelle einmal sagen. Kühles Wasser an einem warmen oder heißen Tag ist etwas wunderschönes, ein etwas noch kühleres Wasser ist noch belebender, ganz kaltes Wasser ist dagegen schon unangenehm und dieses Wasser, das über unseren Köpfen zusammenschlug war, sagen wir es ruhig, eiskalt. Woher es auch immer kam, aus welcher tiefe es auch hervorsprudelte, man hielt es einfach nicht länger als ein paar Sekunden darin aus. Richard und ich kamen wieder pustend an die Oberfläche und sahen zu wieder an Land zu kommen. Es war das erste Mal seit Monaten, dass ich fror. Gänsehaut bildete sich und nahm nur sehr zögerlich ab.
    
    So saßen Richard und ich einen Moment nackt wie wir waren am Ufer und wärmten uns auf, als wir ganz leise Stimmen vernahmen, die langsam lauter wurden. Weibliche Stimmen die etwas sangen was fröhlich klang. Sofort zogen sich Richard und ich zurück, etwas tiefer ins Unterholz, denn es war zu spät, sich so schnell anzukleiden, bevor die Stimmen das Ufer erreichten.
    
    Nur ...
    ... wenige Sekunden später erreichten sechs Frauen das gegenüberliegende Ufer des Sees, wo die Vegetation nicht ganz so stark war, sie auf unserer Seite. Sie lachten und sangen in einer Tour und schienen in sehr ausgelassener Stimmung zu sein.
    
    Sie hatten ein paar Krüge dabei die sie sofort mit dem Wasser aus dem See füllten doch dann verschwanden sie noch nicht wieder. Es sah so aus, als wenn das Ufer an der anderen Seite relativ flach abfiel, denn sie gingen ein paar Schritte hinein und begann sich das Wasser über die Arme perlen zu lassen. Anscheinend suchten sie Abkühlung und da sie im Gegensatz zu uns wussten wie kalt das Wasser war, sprangen sie nicht hinein.
    
    Noch stand die Sonne hoch am Himmel und Richard und ich beobachteten sie gespannt weiter. Es war ein wunderschöner Anblick, denn sie Sonne in unserem Rücken spiegelte sich glitzernd in den kleinen Wellen die von den Frauen ausgingen. Dazu glänzte ihre fast schwarze Haut, wenn das Wasser an ihnen abperlte.
    
    Benetzten sie zuerst nur die Armen, stiegen sie jetzt auch noch aus ihren Röckchen und standen nackt im Wasser. Jetzt träufelten sie sich das Wasser über den ganzen Körper die sich immer wieder geschmeidig beugten, wenn sie mit den hohlen Händen weiteres Wasser schöpfen um es dann über die schlanken Leiber laufen zu lassen. Waren sie bei der Tätigkeit fast stumm geworden, so wurde es jetzt immer lauter und ausgelassener, als die erste anfing, die anderen mit Wasser zu bespritzen. Sie schlug seitlich mit den ...
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