-
Immer mit dem Wind
Datum: 26.06.2021, Kategorien: 1 auf 1, Autor: Kastor Aldebaran
... Handflächen auf die Wasseroberfläche, so dass sich ein Schwall von feinen Tröpfchen glitzernd über die anderen ergoss. Das ließen sich die anderen natürlich nicht bieten und so folge eine wilde Wasserschlacht, in dessen Verlauf Richard und ich ihre schlanken, aber zugleich auch kraftvollen Körper in Bewegung beobachten konnten. Einen besseren Ort hätte wir uns in diesem Moment nicht wünschen können. Das Problem war nur, dass wir beide schon seit mehreren Wochen keine Frau gehabt hatten und so löste diese Vorstellung bei und natürlich Körperreaktionen hervor. Da Richard und ich uns nun schon länger kannten, war dies allerdings kein Problem, zumal wir auf dem Bauch lagen. Doch leider wurde uns bald die Freude genommen, dem Schauspiel weiter zu folgen, denn nach nur wenigen Minuten hörten die Frauen auf, nahmen ihre Krüge und verschwanden wieder im Dickicht. So blieb uns nichts weiter, als uns wieder anzuziehen und wieder zum Schiff zurückzukehren. Wir würden an Bord nichts vom See sagen, nur von dem Graben, denn wir wollten einfach nicht, dass dieser Ort von einer trampelnden Herde Matrosen verunstaltet wurde. Wenig später waren wir dann wieder am Schiff und berichteten dem Kapitän. Doch er hatte inzwischen von John die Zusage bekommen, dass er die Fässer füllen lassen würde. Somit war unsere Expedition sinnlos geworden. Richard und ich waren da ganz andere Meinung, aber das erzählten wir dann lieber nicht. Am nächsten Tag bekamen wir dann endlich mit, was unsere ...
... Ladung sein würde. Wir trauten unseren Augen nicht und jetzt wusste ich auch warum alles so geheim gehalten worden war. Jetzt ließ es sich nicht mehr verbergen denn wir sahen zu, wie die Ladung Stück für Stück auf unser Schiff gebracht wurde. Stoßzähne, kleine und große, von einem halben bis sicher über zwei Meter wurden laufend mit unserem Rettungsboot an Bord gebracht. Wie viele Elefanten dafür ihr Leben haben lassen müssen konnte ich nicht sagen, aber eine ganze Menge. Wenn man also davon ausging das jeweils zwei zu einem Tier gehörten, dann kam ich auf mindestens zweihundert. Also vierhundert Stoßzähne. Elfenbein für die Elfenbeinschnitzer und Klaviertastenbauer dieser Welt. Ein sehr hoher Wert. Darum das Geheimnis um unsere Fracht. Niemand außer uns wusste davon und würde es sicher auch nicht erfahren, denn ich war mir sicher, dass wir bis zum Bestimmungshafen für die Fracht keinen anderen Hafen anlaufen würden. Wenn alles gut ging, dann würden Kapitän, Reeder oder Eigner und Hassans Vater ein Vermögen machen, zumindest wenn sie am Gewinn beteiligt waren. Davon ging ich jedenfalls aus, nicht umsonst hatte der Kapitän ein gutes Taschengeld im nächsten Hafen versprochen. So hielt er uns ruhig, selbst beim Anblick der Ladung. Gegen Nachmittag wurden die letzten Zähne an Bord gebracht und jetzt wurde die kleine Kiste aus der Kajüte des Alten hoch gebracht. Doch da sie nicht geöffnet wurde, konnte man nur ahnen was darin war. Immerhin mussten zwei Männer sie tragen und ...