-
Geliebter Dämon 11: Der Köder
Datum: 16.07.2021, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byPhiroEpsilon
11 Der Köder Freitag "Angie", sagte Bob. "Das gefällt mir immer noch nicht." "Ich kann das machen. Er hat keine Chance gegen meine Teleorgasmusaura." Bob lachte auf, wurde aber sofort wieder ernst. "Und wenn er dir etwas einflößt oder spritzt, das dich willenlos macht?" Hmmm. Wie weit gingen meine Fähigkeiten? Ich wusste, dass Alkohol fast keine Wirkung mehr auf mich hatte. "Wir können das testen." "Was?" "Wir haben doch bestimmt K.O.-Tropfen in der Asservatenkammer." "Angie!" Ich grinste ihn an und strich ihm über die Wange. "Hast du etwa Angst um mich, Liebling?" Er zuckte zusammen, doch dann grinste er zurück. Wenn man zwei Nächte gemeinsam im Bett verbracht hat, ist "Liebling" nicht wirklich abwegig. "Ja", stellte er ernst fest. "Vicky würde mir es nie verzeihen, wenn dir etwas passiert." "Wir machen das ganz wissenschaftlich. Auf der Krankenstation. Mit Herzmonitor. Und du versuchst, mich zu verführen." Er blickte mich an, als wäre ich nicht gescheit. "Ich muss sehen, wie ich unter Drogeneinfluss darauf reagiere, wenn einer, den ich ... wirklich mag —" Du hast dich in ihn verliebt, Mä dchen, gestehe es dir ein. "— an meine innersten Instinkte appelliert." Pause. "Wenn es dir lieber ist, dass Vicky das macht ..." Er lachte auf, doch seine Gedanken spulten gerade wieder unsere letzte Nacht durch, und ich konnte spüren, wie seine Erregung wuchs. * Zu guter Letzt war es doch Bob, der bei mir im ...
... Krankenzimmer stand, nachdem der Pfleger mir die K.O.-Tropfen in die Vene gespritzt hatte. Dreißig Sekunden nach der Injektion war ich wieder in dem Zustand, wo ich meinen Körper von außen sah. Ich versuchte zu sprechen, doch es gelang mir nicht. Blinzeln. Dreimal war vereinbart. Nichts. Mein Körper bewegte sich nicht. Ich wollte mich nun wirklich nicht von einem Schweinehund vergewaltigen und verprügeln lassen. Ich zermarterte mir den kopflosen Geist, während ich spürte, wie Bob immer nervöser wurde. Ich aktivierte meine Aura ein ganz klein wenig, um ihn zu beruhigen. Und plötzlich hatte ich Kontakt zu meinem Körper. Moment. Konnte ich vielleicht meine Aura auf mich selbst wirken lassen? Ich zog sie so eng wie möglich zusammen, pumpte mehr Energie hinein. Ja!!! "Cool!", sagte ich. "Kaum macht man es richtig ..." "Geht es dir gut?" "Ich bin scharf wie ein Rasiermesser, aber sonst ..." "Das will ich momentan wirklich nicht wissen. Kannst du dich bewegen?" Was heißt hier "bewegen"? Mit einem kurzen Ruck brach ich die Lederbänder, die meine Arme an das Bett gefesselt hatten. Ich zog die Injektionsnadel heraus, die mir der Pfleger sicherheitshalber gesetzt hatte, und setzte mich auf. "Wow!", stieß Bob hervor. "Jetzt bist du auch noch Supergirl." Ich blickte auf meine Handgelenke. Sie waren unverletzt. "Scheint so", brachte ich hervor. "Aber es kostet immer noch eine Menge Konzentration, gegen die Droge anzukämpfen." * Es war ja nicht ganz legal, aber ...