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Geliebter Dämon 11: Der Köder
Datum: 16.07.2021, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byPhiroEpsilon
... einem heruntergekommenen Gewerbegebiet. An einer Schranke zückte er eine Zugangskarte, und dann fuhren wir auf den Parkplatz vor einem großen, flachen Gebäude; einem Lager wahrscheinlich, denn außer einer gläsernen Eingangstür hatte es eine lange Laderampe und mehrere Rolltore. Wenn alles lief wie geplant, dann war das SEK inzwischen alarmiert und mit Bob zusammen etwa einen Kilometer entfernt. Er stieg aus, schloss die Fahrertür, lief um das Auto herum und öffnete die Beifahrertür. "Steig aus. Nimm die Hände auf den Rücken und senke den Kopf. Lauf hinter mir her." Mein Körper tat wie geheißen. Er lief zu dem Gebäude, benutzte wieder die Zugangskarte, und ich folgte ihm hinein. Es ging eine halbe Treppe hoch, durch eine Stahltür, dann einen langen Flur und wieder durch eine Stahltür. Wir kamen in eine Halle, die in lauter einzelne Kabinen unterteilt war, jede mit einem nummerierten Rolltor. Er öffnete Nummer achtzehn, schaltete das Licht darin an. "Geh hinein, stell dich in die Mitte und rühr keinen Finger", sagte er, und verschloss das Rolltor wieder, nachdem ich seinem Befehl gefolgt war. Die Kabine war etwa vier auf vier Meter, zweieinhalb Meter hoch, und offensichtlich dick schallisoliert. Sie würde ein Paradies für meine Kollegen von der Spurensicherung darstellen. Abgesehen von einem Regal mit mehreren Flaschen des billigen Shampoos, nach dem wir gesucht hatten, hingen Peitschen und andere Schlagwerkzeuge an der Wand. Das Beste aber war der ...
... Videorekorder, den er jetzt einschaltete, und der Bilder meines Körpers aus vier verschiedenen Richtungen auf einem Monitor anzeigte. Mehrere DVD-Kästen standen im Regal, er hatte wohl alle seine Aktivitäten aufgezeichnet. Jetzt war ein guter Moment, auf den Sender zu drücken, doch mein Körper ließ sich nicht dazu bewegen, auch nur die kleinste Bewegung zu machen. Selbst der Trick, den ich im Revier benutzt hatte, wirkte nicht. Mit gesenktem Kopf, die Hände auf dem Rücken, stand ich da und wartete auf Befehle. Scheiß e! Was sollte ich jetzt machen? "Zieh dich ganz aus. Langsam, keine hastigen Bewegungen. Leg deine Klamotten auf den Stuhl." Wanders war in eine Ecke gegangen, hatte einen Schrank geöffnet, und begonnen, sich umzuziehen. Er legte alle Kleidung ab und steckte sie in einen Müllbeutel. Dann griff er in den Schrank und holte einen schwarzen Latexanzug heraus. Während mein Körper seinen Befehlen folgte, stieg er in den Anzug und schloss die Reißverschlüsse. Sein gesamter Körper steckte jetzt in einem DNS-sicheren Kondom. Kein Wunder, dass wir auch nicht die kleinste Spur von ihm an den Frauen gefunden hatten. Mein Körper stand inzwischen nackt im Blickfeld der vier Kameras. "Knie nieder", sagte er, und, nachdem ich ihm gefolgt war: "Keine Bewegung. Kein Laut." Er griff nach einer hässlich aussehenden Peitsche. Jetzt erst trat er in das Blickfeld der Kameras. Kluges Kerlchen! Selbst wenn er die Videos veröffentlichte, war er darauf nicht zu ...