1. Nach der Scheidung


    Datum: 19.07.2021, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: bybumsfidel

    ... dem Gedanken angekommen schalt er sich selbst einen Narren. Wollte er überhaupt noch Kinder? Wohl kaum. In der Beziehung hatte die an der Kasse durchaus das richtige Alter. Er schaute näher hin. Ganz hübsch. Haare rötlich gefärbt, vermutlich war brünett ihre Originalfarbe. Zumindest ließen die Augenbrauen darauf schließen. Damit war er auch schon da, was ihm als Erstes gefiel: Ihre rehbraunen Augen mit den unglaublichen Lachfältchen drumherum.
    
    Peter wechselte wieder die Kasse. Versuchte abzuschätzen, wie ihre Figur im Stehen aussehen könnte. Das war schwer. Der Hintern schien berufsbedingt ziemlich breit zu sein, aber das war ihm egal. Auch die Oberweite sah noch recht brauchbar aus. Peter liebte Tittenfick und überlegte keine Sekunde, dass solche Gedanken recht negativ aufgefasst werden könnten. Macho-Arsch sagten die Weiber dazu. Aber so würde er ihr das kaum an den Kopf werfen - eh Alte, Tittenfick gefällig? - und auf der anderen Seite - Frauen reden über Männer in gleicher Weise. Vielleicht überlegte sie ja auch, ob sein Bauch aus Fettgewebe bestand oder den Kompressor für seinen Hammer darstellte. Oder schlimmer - ob mit seinem Schniedel überhaupt noch etwas anzufangen war.
    
    Damit war er dann bei der nächsten Überlegung. Er wollte eine neue Partnerin - auch für Sex. Aber was war mit ihr? Was wollte eine Frau in dem Alter? Versorgt sein? Hatte sie überhaupt noch Interesse an Geschlechtsverkehr? Einschlägige Seiten im Internet behaupteten das Gegenteil. Höhepunkt ...
    ... der Lust bei einer Frau war mit Mitte dreißig, danach ging es bergab und nach den Wechseljahren Essig. Hängen im Schacht. Während der Mann immer konnte, bis ins hohe Alter. Wer hatte sich das bloß ausgedacht? Gottes Ebenbild? Masochistisch veranlagt, der alte Bartträger, oder was? Er stellte sich den Typ mit dem Heiligenschein beim Wichsen vor, wie er die nackte Eva im Paradies begutachtete, die Adam mit Schlangen und Äpfeln betrog, aber das war irgendwie auch nicht zielführend.
    
    Na gut, der Alte hatte sich seine Gespielin noch selbst backen können, er nicht. Also was tun? Eigentlich blieb nur eins: So wie er die Situation einschätzte, hatte sie Interesse. Und, wenn er falsch lag? Fragen - sich eine Abfuhr einfangen - Laden wechseln. Peter nahm allen Mut zusammen und machte - nichts. An der Kasse hörten einfach zu viele Leute zu, sich da einen Korb zu fangen war denn doch zu peinlich. Also warten, auf den Moment, wo er mal mit ihr alleine war. Das war zwar verständlich, hatte aber zur Folge, dass Peter ein weiteres viertel Jahr der einzige war, der sich mit seinem Fortpflanzungsorgan beschäftigte. Dann schließlich war es so weit und er hätte es fast nicht bemerkt. Erst als er ein schönes Wochenende wünschte, fiel ihm auf, dass da sonst niemand hinter ihm war. Das Band war leer und was hatte sie gesagt?
    
    "Wollen wir das nicht gemeinsam verbringen?"
    
    Im Ernst? Hatte sie das wirklich gesagt? Oder begann er zu träumen?
    
    "Wie bitte?", vergewisserte er sich.
    
    "Schon gut", ...
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