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Gaby
Datum: 09.08.2021, Kategorien: Betagt, Autor: byalsace
... Jeder mochte sie und ja, sie würde sich normalerweise für die Firma vierteilen lassen ... was war da bloß los. Die Familie ihrer Tochter zieht weg ... und sie mit, der Enkel wegen. Erklärte mein Chef Ja die Müllerin --- eigentlich nur die Putzfrau der Firma, aber sie hatte sich im Laufe der Jahre unersetzlich gemacht, sie putzte, fuhr die Post.., verteilte Akten, kochte Kaffee und auch mal ein Snack ... Zudem sorgte sie mit ihrer Art für eine gute Stimmung...hart im Nehmen und Verteilen von Sprüchen in unserem Männerladen. Zoten kamen bei ihr nicht in den falschen Hals und sie konnte allzu frechen Kollegen schon mal übers Maul fahren.... Außerdem war sie trotz Anfang 60 noch nett anzuschauen. Immer mit einem engen Rock bekleidet, wenn sie nicht gerade ihren Kittel zum Putzen trug - und an der Bluse immer ein Knopf mehr offen als schicklich. (grins) Herr Alsace! Wir brauchen Ersatz zum nächsten Ersten... was richtig Zuverlässiges. Machen sie es aber möglichst unauffällig! Ich möchte nicht, dass das alte Mädchen den Eindruck hat sie ist abgeschrieben und wir gehen einfach so zur Tagesordnung über... Na so ein Zufall!! Chef? Ja? Zufällig sucht eine Nachbarsfrau von mir eine Putzstelle... aber ich weiß aber nicht wie gut sie ist. Vielleicht könnten wir sie ja mal auf Probe... Unmöglich! Solange die Müllerin noch hier ist. Ja wenn das so ist... Ich hätte eine Idee! Sie könnte ja mal bei mir putzen...sie wissen ja, ich bin Strohwitwer - ...
... und dann, wenn die Müllerin weg ist und meine Nachbarin hat ihre Sache gut gemacht, einfach in der Fa. übernehmen. Und bei ihnen das Haus auf Kosten der Firma putzen?? Ja.. ja wäre nicht schlecht. Grinste ich. Man, sie sind vielleicht ein Schlitzohr... Meinetwegen, aber nur für zwei Wochen, dann sollte klar sein ob wir sie nehmen können! Sprach´s und verließ mein Büro. Juhuu! Ich bekomme meinen Saustall kostenlos beseitigt. Breit grinsend und Zufrieden machte ich meine Arbeit bis zum frühen Abend. Abmachungen: Es war schon nach 19:00 Uhr als ich in unsere Straße einbog. Eigentlich hatte ich keine Lust mehr mich um mein häusliches Chaos zu kümmern. Für eine Kontaktaufnahme mit Gaby wegen der Putzstelle war es eigentlich auch schon zu spät, aber alleine der Gedanke an meine versiffte Küche trieb mich nach dem Aussteigen quer über die Straße zum Haus der Familie Sch. Ich schritt durch den verwilderten Vorgarten und stand vor der Haustür. Wow! Das Gitterglas der Haustür war unten eingetreten! Die Sandsteinmauer des Hauses am Sockel von Salpeterausblühungen mürbe. Die Steine bröckelten geradezu vor sich hin. Die Farbe an den Fensterläden und den Rahmen blätterte ab. Ja! Diese Bruchbude war wirklich nicht mehr zu verkaufen. Eine kleine Finanzspritze würde der Familie wirklich gut tun. Also überwand ich - Gaby, und vor allem auch mir zuliebe... meinen Widerwillen und klingelte. Sofort danach wurde die Haustür aufgerissen und Bruno stand vor ...