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Die Insel
Datum: 14.08.2021, Kategorien: Sonstige, Autor: Kastor Aldebaran
... Überlaut schien es in der Dunkelheit durch den Raum zu schweben und sich an den Wänden zu brechen. Doch Leilani wachte nicht auf. Sie nuckelte noch einen Moment weiter an Moiis unheimlich empfindlichen gewordenen Nippel, bis Moii ihr diesen entzog. Dann ließ sie ihren Kopf und Oberkörper auf die Unterlage sinken und schlief befriedigt und ruhig ein. Das Leben hatte sich inzwischen wirklich normalisiert. Es fanden sogar öfters wieder Treffen mit den Alten statt. Man beriet, was als Nächstes zu tun sei, und beratschlagte die einfachen und schweren Dinge des Lebens. Als dann eine Anfrage kam, ob man nicht doch jemanden zur ehemaligen Brücke schicken sollte, um zu zeigen, dass sie an die anderen dachten, wurde dieses dann abgelehnt. Es wurde zwar niemand davon abgehalten, aber eine regelmäßige Sache davon zu machen, wurde nicht gewollt. Eine andere Anfrage war die, ob man noch etwas für Rahani tun könnte. Einige der Einwohner waren immer noch besorgt, denn der Berg schickte immer noch Stöße durch die Erde, manchmal sogar recht heftige. Doch auch hier waren die Alten nicht davon überzeugt, dass man etwas tun konnte. Zumal man an den Berg nicht mehr heran kam. Sie waren der Meinung, dass dies die anderen auf der anderen Seite machen müssten, denn sie waren noch mehr davon betroffen und hatten den Berg sozusagen direkt vor der Haustür. Bei einem der jetzt unregelmäßigen Treffen sprach Arara, eine der Ältesten des Dorfs Kayun an, ob er ihr nicht einmal helfen könnte. Ihr Dach ...
... war etwas brüchig geworden und musste repariert werden. Für Kayun war es eine Aufgabe wie jede andere auch, immerhin tat er fast tagtäglich etwas für irgendwen. Da er an dem Tag nichts weiter vorhatte, versprach er noch am gleichen vorbei zu kommen. Zwei Stunden später war er da und besah sich das Dach. Es war wirklich nicht mehr im besten Zustand. Material war genug vorhanden, denn der Lebensgefährte von Arara hatte schon alles besorgt, war aber selber körperlich nicht mehr in der Lage, die Arbeiten selber auszuführen. Er war allerdings auch jetzt nicht da, denn er musste auf dem eigenen Feld arbeiten, denn das konnte er noch. Kayun fand es schade, denn so hätte er ihm wenigstens zur Hand gehen können. Material anreichen oder Ähnliches. Aber es ging auch ohne, dauerte nur länger. Kayun krabbelte also auf das Dach und begann die schadhaften Stellen auszubessern. Dabei bemerkte er Arara, die unter ihm in der Hütte am Arbeiten war. Zumindest tat sie so, denn ihr Blick ging mehr nach oben als auf die von ihr verrichteten Arbeiten. Sie tat so, als wenn sie etwas kochen würde, doch eigentlich war es nur Wasser, was dort vor sich hin kochte. Doch Kayun bemerkte es kaum, war mehr mit dem Dach beschäftigt. Nur einmal, bei einem besonders großen Loch schaute er nach unten und lächelte Arara zu, die, wie zufällig gerade nach oben schaute. Sie lächelte zurück, schaute aber überall hin, bloß nicht in seine Augen. Schon wenig später war das Dach von außen geflickt. Jetzt kam ...