1. Die Insel


    Datum: 14.08.2021, Kategorien: Sonstige, Autor: Kastor Aldebaran

    ... verschluckten auch noch jeden Rest von Licht. Aber das machte den Dreien nichts aus. Sie ließen ihre Bündel fallen und begaben sich wieder zum Ausgang. Erst hier wurde einem dann klar, wofür die seltsame Konstruktion diente.
    
    Kam die Flut, stieg sie über die Reisigbündel hinweg und stand stundenlang so hoch darüber wie ein Mensch groß war. Dann sank das Wasser langsam wieder. Nun war dieser Vorgang an sich nichts besonderes, doch Meerestiere suchen immer Schutz und dort wo es dunkel ist, kann man nicht gesehen werden. Also kam so mancher Meeresbewohner auf die Idee, im Schutz der Höhle seinen Feinden zu entkommen. Das konnten sie normalerweise auch, doch sie hatten nicht mit den neuen Feind gerechnet, der etwas ersonnen hatte, um sie daran zu hindern, wieder ins Meer zu gelangen.
    
    War das Wasser unter die Höhe der Reisigbündel gesunken, waren sie gefangen und mussten auf die nächste Flut warten. Doch meistens waren die drei da, um sie daran zu hindern wieder ins Meer zu gelangen. Sie wurden von den drei Männern gefangen und dienten ihnen zur Nahrung. Dabei konnten sie sich sogar leisten, einen Teil von ihnen zu trocknen und für schlechte Zeiten aufzuheben.
    
    Doch viel mehr als für sie selber war hier nicht zu holen. Ihre Vorräte würden für eine Woche reichen, aber nur für sie und so hüteten sie ihr Geheimnis so gut es ging. Kein anderer durfte davon erfahren.
    
    In der nächsten Stunde waren sie dabei ihre Beute zu fangen. Ein paar Fische und ab und zu einige ...
    ... Schalentiere, eben nicht viel, aber genug für die drei. Dabei begann das Wasser wieder zu steigen. Langsam aber sicher gewann es an Höhe.
    
    Als das Wasser anfing höher als die Reisigbündel zu steigen, hörten sie mit dem fangen der Tiere auf. Es war sowieso kaum noch etwas da was sich lohnte und jetzt, da der Fluchtweg offen war und das Wasser zu tief wurde, hörten sie damit auf. Stattdessen gingen sie wieder tiefer in die Höhle hinein, bis sie in der Kammer ankamen.
    
    Hier begann der eine von ihnen Feuer zu machen und in wenigen Minuten tanzte eine kleine Flamme zwischen einigen aufgestapelten Buschholzstückchen. Sofort konnte man mehr in der kleinen Höhle erkennen, auch wenn die schwarzen Wände das Licht verschluckten.
    
    In einer Ecke waren ihre Vorräte an dünnen Leinen aufgehängt und trockneten vor sich hin. Obwohl das Wasser nicht weit weg war, war es trotzdem trocken, denn ein leichter Luftzug strich immer durch die Höhle. Es war aber keine große Öffnung irgendwo die den Luftzug zuließ, sondern viele kleine Risse in den Wänden, durch die immer etwas Luft hindurch strömte. Woher genau wussten die drei allerdings auch nicht.
    
    Schnell wurden die gefangenen Fische ausgenommen und die Meeresfrüchte vorbereitet. Während einer von ihnen die Überreste nahm und zum Wasser brachte, um als zusätzliche Köder zu dienen, waren die beiden anderen damit beschäftigt die Fische auf dünne Stöcker zu spießen und sie über das Feuer zu halten. Als der andere wiederkam, setzte der sich zu den anderen ...
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