1. Die Insel


    Datum: 14.08.2021, Kategorien: Sonstige, Autor: Kastor Aldebaran

    ... Situation. Eher ein Aufschrei in der Not.
    
    Plötzlich flog der erste Stein. Irgendwer ganz hinten hatte ihn aufgehoben und schleuderte ihn in die kleine Gruppe. Doch sie hatten den Stein kommen sehen und es war ein leichtes ihm auszuweichen. Doch schon kurz danach folgte der zweite, besser gezielte. Dieser traf Rano am Bein der vor Schmerz aufheulte. Sofort kam Mani zu ihm gelaufen und stützte ihn ab, denn er knickte leicht im Bein ein. Während sie es tat, begann sie die anderen zu beschimpfen. Worte die zum Ausdruck brachten wie sie über sie dachte, wurden geschleudert und heizten die anderen noch mehr an.
    
    Mehr und mehr Steine flogen und die Gruppe um die beiden zog sich langsam aber sicher weiter zurück um zumindest die Steine kommen zu sehen. Doch die anderen setzten langsam nach und jetzt waren es nicht nur noch die aus der hinteren Reihe die warfen. Offen nahmen die vorderen jetzt Steine und alles andere auf, mit dem sich werfen ließ.
    
    Ranos Gruppe zog sich immer schneller immer weiter zurück. Sie sahen ein, dass eine offene Konfrontation mit den zahlenmäßig überlegenen eine Katastrophe werden würde. Ihre Erfahrung sagte ihnen, besser allem aus dem Weg zu gehen.
    
    Als dann geradezu ein Schauer von Steinen auf sie nieder ging, drehten sie um und rannten so schnell sie konnten weg, dass Siegesgeheul der Gegner hinter sich lassend.
    
    Doch was sollten sie jetzt tun. Sie hatten gar nichts mehr. Sicher würde man sie nicht mehr an ihre Felder lassen und sie brauchten ...
    ... sich keine Hoffnung darauf machen, dass sie freiwillig eine oder mehrere der Ziegen bekommen würden, auch wenn sie ihnen eigentlich zustanden.
    
    Also machten sie sich auf den Weg und gingen so weit wie sie den anderen nur aus dem Weg gehen konnten. Neun Menschen, vier Paare und Kugogo gingen in eine ungewisse Zukunft. Allerdings hatte Kugogo es geschafft noch seine Seile mitzunehmen und somit hatten wie wenigstens etwas, was sie den anderen voraus hatten.
    
    Wenige Stunden später waren sie so weit weg von den anderen wie, es nur ging. Vor ihnen lang der weite Ozean und bildete die natürliche Grenze. Hier wollten sie bleiben, denn der Ort war genauso gut wie jeder andere. Hatte aber keinen feinkörnigen Strand wie am alten Ort, sondern bestand aus großen Felsen die ineinander verkeilt am Strand lagen.
    
    Bevor sie sich allerdings aufmachten den Strand zu erforschen, begannen sie notdürftige Unterkünfte zu bauen. Es waren mehr eine Art Unterschlupf und diente mehr dazu den Wind abzuhalten als alles andere. Regen würde einen Weg hinein finden. Doch zum Glück regnete es eher wenig und sie konnten sich gegenseitig wärmen, wenn sie sich dicht aneinander kuschelten.
    
    Kaum war die notdürftige Unterkunft gebaut, gingen sie zu den Felsen und untersuchten sie genauer. Zeit war das einzige, von dem sie im Überfluss hatten. Und sie fanden mehr als sie gehofft hatten.
    
    Jede Menge Schnecken waren zwischen den Steinen und ab und zu auch einmal ein Krebs. Alles in allem würden sie zumindest ...
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