1. Die Insel


    Datum: 14.08.2021, Kategorien: Sonstige, Autor: Kastor Aldebaran

    ... nicht sein. Er ging auf den Stein zu und ließ seinen Speer direkt von oben herunter. Diesmal traf er genau. Doch kaum einen Schritt davon entfernt, wurde es schon schwieriger. Der Stein war nicht mehr da, wo er ihn meinte zu sehen. Und je weiter er von ihm weg war, umso schwieriger war es dann. Kein Wunder das er die Fische nicht traf. Wie waren gar nicht dort, wo er sie vermutete.
    
    Also musste er das Wasser überlisten. Er nahm einen kleineren, schwarzen Stein, legte ihn drei Meter vor sich ins etwas tiefere Wasser und übte ihn zu treffen was ihm nach ein paar Mal immer besser gelang. Zum Schluss wusste er genau wie er werfen musste.
    
    Jetzt musste er nur noch darauf warten, dass ein Fisch über den Stein schwamm. Aber wie immer, kam jetzt keiner mehr oder besser gesagt, kamen schon welche, aber sie schwammen nicht über den Stein. Überhaupt schienen sie ihn zu verhöhnen indem sie überall schwammen, nur nicht dort.
    
    Also stand er drei Stunden fast bewegungslos im Wasser und wartete auf den richtigen Moment.
    
    Irgendwann kam dann der eine, der dumme Fisch und schwamm direkt über den Stein. Kugogos Arm inzwischen steif geworden wollte fast nicht gehorchen aber im letzten Augenblick stieß er kraftvoll zu. Diesmal traf er voll und spießte den Fisch auf.
    
    Der war aber nicht davon überzeugt gefangen werden zu wollen. Seine Kraft war größer als Kugogo gedacht hätte und so bekam er ihn nicht gleich zu fassen. Allerdings war nicht nur Kugogo an dem Fisch interessiert. Wie ...
    ... aus dem nichts tauchte ein noch größerer Schatten auf und schnappte sich einen Teil des Fisches.
    
    Jetzt wurde Kugogo sauer. Erst stundenlang im Wasser stehen und sich jetzt noch die erhoffte Beute wegschnappen lassen? Nicht mit ihm. Während jetzt der nur noch halbe Fisch an seinem Speer hing, kam der Schatten wieder und machte einen Fehler. Er schwamm ebenfalls über den schwarzen Stein.
    
    Mit voller Kraft stieß Kugogo zu und erlebte den Kampf seines Lebens. Da Wasser schäumte auf, als sie Schwanzflosse des Hais durch das nasse Element pflügte und der Körper versuchte sich von der Speerspitze zu lösen, aber Kugogo rammte den Speer mehrmals nach unten bis er ganz durch den Körper fuhr und sich im Boden verankerte. Trotzdem musste Kugogo einen Schlag nach dem anderen mit der Schwanzflosse einstecken und sich zugleich vor dem Maul in acht nehmen. Aber schon einen viertel Stunden später war der Hai soweit erschöpft, dass Kugogo ihn an der Schwanzflosse packen konnte und ihn auf Land zog. Hier hauchte er sein Leben aus. Der Transport zum Lager wurde schwer aber es hatte sich gelohnt.
    
    Die anderen hörten ihm fasziniert zu und hingen an seinen Lippen, obwohl er kein guter Erzähler war. Erst als er mit dem Bericht fertig war, löste sich die Spannung und man begann das Tier zu zerteilen. Hierbei war es dann Kugogo der nichts damit zu tun hatte. Zum einen war er einfach zu erschöpft, zum anderen hätten die anderen ihn auch gar nicht gelassen, schließlich hatte er schon genug ...
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