1. Die Insel


    Datum: 14.08.2021, Kategorien: Sonstige, Autor: Kastor Aldebaran

    ... getan.
    
    Die besten Stücke bekam allerdings er. Unter anderem ein großes Stück von der Leber, die nicht nur das kostbarste am Fisch war, sondern auch noch seine Lieblingsspeise. Ob roh oder gegrillt, war ihm vollkommen egal. Sie war voller wertvoller Öle und brachte verbrauchte Energie zurück. Aber für die anderen blieb ja auch noch mehr als genug übrig und so saßen sie diesmal mit dicken Brocken Haifleisch am Feuer und hielten sie hinein. Die Schnecken und Meeresfrüchte brachen sie zuvor noch zum Strand und ließen sie nicht weit zwischen den Steinen frei. Sie würden am nächsten Tag noch da sein, so schnell waren zumindest die Schnecken nicht.
    
    Ein Teil des Fleisches blieb sogar noch übrig. So hatten sie noch für den nächsten Tag genug übrig. Kugogo meinte nur, er wollte in zwei Tagen wieder los, allerdings dann nicht alleine, denn es sei ihm eine Lehre gewesen. So schwer wollte er dann doch nicht mehr schleppen. Das eine Mal hatte ihm genügt.
    
    Die Wahl fiel auf Rano, denn er war der stärkste und größte von allen. Die beiden sollten es schaffen. Mehr wollte Kugogo nicht dabei haben.
    
    Drei Wochen vergingen und die beiden fingen immer wieder etwas Großes, wobei Kugogo Rano beibrachte, wie er es machte. Denn den Trick mit dem Stein musste man erst einmal beherrschen. Aber Rano verstand es schnell und schon wenige Tage später waren sie ein eingespieltes Team.
    
    Es herrschte zwar kein Überfluss, aber sie mussten auch keinen Hunger leiden. So gesehen ging es ihnen um ...
    ... einiges besser als zuvor.
    
    Zwei Wochen später geschah etwas unglaubliches. Gegen späten Nachmittag sahen sie auf einmal eine Gestalt auf sie zukommen. Da es nur eine war und diese eher klein und dünn, konnten es nicht die beiden sein die wieder einmal auf Beute aus waren. Sie konnten nicht sofort erkennen wer es war, denn sie vermissten niemanden. Sie waren vollzählig.
    
    Sie standen nur da und beobachteten weiter, denn eine Gefahr ging von der einen Person nicht aus. Was sie allerdings wunderte war, dass die Gestalt nur langsam näher heran kam und dabei leicht hin und her schwankte. Erst als die Person hundert Schritte an sie herangekommen war, erkannten sie sie. Es war Sari oder besser gesagt das, was von ihr übrig war. Erst als sie auf sie zu gingen sahen sie das ganze Elend.
    
    Sie war vollkommen abgemagert und hatte überall blaue Flecken auf dem ganzen Körper sowie Schnitte und andere nässende, eitrige Wunden. Als sie bei ihr ankamen, brach sie einfach zusammen und bleibe liegen.
    
    Sofort wurde sie aufgehoben und ins Lager gebracht. Hier gaben sie ihr etwas zu essen und trinken was sie dankbar annahm. Doch schon nach wenigen Bissen verlor sie wieder das Bewusstsein und schlief einfach ein.
    
    Die Gruppe brachte sie in ihren Unterschlupf und ließen sie schlafen. Dann saßen sie einen Moment beisammen und versuchten es sich zu erklären.
    
    Was mochte vorgefallen sein, warum sah Sari so aus? Doch solange sie auch redeten, sie kamen zu keinen Ergebnis und mussten wohl oder übel ...
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