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Die Insel
Datum: 14.08.2021, Kategorien: Sonstige, Autor: Kastor Aldebaran
... so lange warten, bis Sari wieder aufwachte. Zwei Stunden später kamen Kugogo und Rano schwer bepackt, wie fast immer wieder. Kaum hatten sie die Beute abgelegt, wurde ihnen schon die Nachricht erzählt. Kugogo wurde richtig blass. Auch wenn es ein grober Kerl war, sein Herz sah ganz anders aus. Er hatte es nie jemandem anvertraut, aber er mochte Sari mehr als er zugab. Sie hatte es ihm angetan, doch leider interessierte sie sich nicht wirklich für ihn. Sicher, sie gab ihm was er wollte, wenn er dafür zahlte, aber das machte sie für fast jeden. Nicht umsonst war er so oft bei ihr gewesen und hatte sie gezahlt. Dabei ging es ihm nicht nur um den Sex. Nein, wenn er bei ihr war, konnte kein anderer bei ihr sein. Er hatte sie für sich. Es tat ihm einfach nur weh, wenn er sah, dass ein anderer zu ihr ging. Jedes Mal verspürte er dann einen Stich im Herzen und konnte es doch nicht verhindern. Es machte ihn geradezu rasend und er wusste nicht, was er dagegen machen konnte. Eigentlich war es sogar gut für ihn gewesen mit den anderen zu gehen. Konnte er doch so nicht mehr sehen, wenn ein anderer sie hatte. Jetzt wurde er nur traurig, wenn er an sie dachte. Doch jetzt war alles anders geworden. Sie war hier, aber welchen Preis hatte sie inzwischen bezahlen müssen. Auch er musste sich jetzt gedulden, bis sie aufwachte, auch wenn es ihn wahnsinnig machte warten zu müssen. Erst als es schon dunkel war und die Gruppe ums Feuer saß um den Fang des Tages zuzubereiten, kam ...
... Sari aus dem Unterschlupf gekrochen, richtete sich auf und kam mit unsicheren Schritten auf sie zu. Nur vorsichtig näherte sie sich und erst als einer ihr ein Stück dampfendem Fisch hinhielt, konnte sie ihre Zurückhaltung nicht mehr halten. Kaum hatte sie das Stück in den Händen, schon hatte sie es mit fast nur einem Happen heruntergeschluckt und sah sich sofort nach mehr um. Es war für alle mehr als genug und so konnte sie sich vollkommen satt essen. Als sie nicht mehr konnte und ihr schon fast übel wurde, hörte sie damit auf und man sah es in ihren Augen glänzen. Die Lebensgeister, die zuvor nur noch wenig in ihr gehauste hatten, kamen langsam zurück und machten sich wieder in ihrem Körper breit. Erst jetzt stellte einer aus der Gruppe die entscheidende Frage und Sari begann zu berichten. Es wurde eine sehr lange Erzählung und die Menschen die um sie herum saßen konnten es nicht glauben. Zu schrecklich waren die Details die nur bruchstückhaft und gequält über Saris Lippen kamen. Folgendes war geschehen. Als sie vertrieben worden waren, herrschte zuerst noch ein paar Tage lang gute Stimmung. Immerhin waren ein paar Esser weniger da und das machte das Angebot an Nahrung wieder reichhaltiger. Man glaubte einfach, dass es jetzt reichen würde und man begann mehr zu nehmen als vorgesehen. Keiner wollte merken, wie sich alles verringerte. Gemüse war so gut wie keines mehr da, denn es wuchs nicht mehr genug nach. Jetzt war alles egal. Sie schlachteten auch noch die letzten ...