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Die Insel
Datum: 14.08.2021, Kategorien: Sonstige, Autor: Kastor Aldebaran
... Ziegen und feierten zwei Tage lang. Jeder aß so viel er konnte, bis nichts mehr da war. Erst jetzt trat die Ernüchterung ein, aber es war zu spät. Jeder beschuldigte den anderen, mehr genommen zu haben als er selber und die Stimmung kippte. Schon am nächsten Tag lag einer tot am Strand, erschlagen mit einem großen Stein, wahrscheinlich als er sich waschen wollte. Panik kam auf, jeder konnte es gewesen sein und es bildeten sich Grüppchen von drei oder vier. Aber das nutzte nichts. Zwei Tage später fand man wieder einen Toten. Doch diesmal war es schrecklich. Nicht das er Tot war, sondern Teile waren abgeschnitten worden. Stunden später fand man die sauber abgenagten Knochen hinter einem Busch. Jetzt vielen sie übereinander her. Jeder dachte, dass er der nächste sein könnte. Diesem wollte man zuvorkommen und das töten nahm ein grausames Ende. Einer nach dem anderen wurde erschlagen. Bis nur noch vier und Sari übrig blieben, die sich versteckt hatte. Doch als sie jetzt flüchten wollte, wurde sie von einem der vier entdeckt und gefangen. Sie hatte seiner Kraft nichts entgegen zu setzen und wurde mit ins Lager geschleift. Hier bot man ihr frisches Fleisch an was über dem Feuer hing, aber sie wusste genau was es war und wäre eher gestorben, als etwas davon zu nehmen. Die vier meinten nur, dass es auch besser sei, denn dann bliebe mehr für sie übrig. Dann fesselten sie Sari. An dieser Stelle brach Sari in Tränen aus und konnte kaum noch weiter erzählen. Die Brocken die ...
... noch aus ihrem Mund kamen vervollständigten dann aber das Bild. Für die Vier war Sari aus zweierlei Hinsicht ein guter Fang. Zum einen war sie eine Frau, zum anderen Vorrat der sich selber frisch hielt. Zwei Tage und viele Schläge und Misshandlungen später kam nachts einer zu ihr und löste die Fesseln an ihren Beinen. In dem Augenblick trat sie so kräftig zu wie sie konnte und traf genau richtig. Nur leise ächzend brach er vor ihr zusammen und sie trat noch einmal zu. Kein Wort kam mehr über seine Lippen, denn er bekam keine Luft mehr. Mit der noch ihr gebliebenen Kraft schaffte sie es sich aus dem Lager zu schleichen und zu verstecken. Wenig später wurde sie von den Vier gesucht und sie hatte Todesängste. Es war ihr klar, was sie mit ihr machen würden, wenn sie sie fanden. Aber sie fanden sie nicht. Auch nicht den nächsten Tag. Erst am dritten Tag kam sie in der Dunkelheit aus dem Versteck und schaffte es unbemerkt weiter weg zu kommen. Dann lief sie die ganze Nacht hindurch weiter in die Richtung in der sie sie vermutete. Als es hell wurde, versteckte sie sich noch einmal um nicht gesehen zu werden. Sie war einfach zu schwach und kam nur langsam voran. Außerdem musste sie noch einmal ausruhen. Erst mit beginnender Dunkelheit ging sie solange weiter, bis sie das Feuer sah. Hier endete ihre Geschichte und die Menschen der Gruppe sahen betreten zu Boden. Sie konnten nicht glauben was sie dort gehört hatten. Immerhin hatten sie jeden der anderen jahrelang gekannt und ...