1. Die Insel


    Datum: 14.08.2021, Kategorien: Sonstige, Autor: Kastor Aldebaran

    ... hätten nie vermutet, dass so etwas passieren konnte.
    
    Plötzlich stand Kugogo auf. Er stand einen Moment da und es funkelte in seinen Augen. Dann drehte er sich um, nahm seinen Speer der neben ihm im Sand gesteckt hatte und ging einfach ohne einen Ton davon.
    
    Mani schubste Rano an und er stand ebenfalls auf und folgte ohne ein Wort seinem Jagdgesellen. Nur wenige Schritte später verschluckte sie die Nacht. Jeder ahnte was los war, keiner Sprach ein Wort. Nur betretenes Schweigen und ins Feuer starrende Augen.
    
    Rano und Kugogo gingen schweigend durch die Nacht. Sie waren sehr darauf bedacht nicht zu stolpern denn die Nacht war sehr dunkel. Nur die Sterne standen am Himmel denn der Mond war gerade untergegangen. Sie brauchten nicht miteinander reden, denn sie wussten inzwischen auch so was der andere dachte, dafür kannten sie sich mittlerweile gut genug.
    
    Die ganze Nacht hindurch liefen sie schweigend weiter bis der Morgen kam. Schon als es dämmrig wurde, suchten sie sich ein Versteck und blieben den ganzen Tag darin, sahen sich aber immer wieder um falls sich jemand nähern sollte. Aber es tat sich nichts. Also schlief immer einer, während der andere wachte. Als es dann dunkel wurde, machten sie sich wieder auf den Weg. Allerdings wesentlich langsamer und aufmerksamer. Nichts konnte ihnen entgehen. Sie waren eher wie zwei Schatten und verursachten keinen Laut.
    
    Dann gingen sie gebeugt bis sie das alte Lager sehen konnten in dessen Mitte ein Feuer brannte. So hatten ...
    ... sie den Vorteil mehr sehen zu können. Näher und immer näher kamen sie dem Feuer und erkannten weitere Einzelheiten.
    
    Drei von den Vier saßen schweigsam am Feuer. Jeder war dabei, etwas ins Feuer zu halten was nach Fleisch aussah. Nur den vierten konnten sie nicht entdecken, bis ihnen bewusst wurde, wo der war. Zumindest Teile von ihm wurden gerade ins Feuer gehalten, denn der Rest von ihm lag nicht weit weg in einer Ecke. Sie hatten sich erst gar nicht die Mühe gemacht ihn zu verstecken. Vor wem auch. Sie rechneten nicht damit, dass sie beobachtet wurden. Von den andere, die sie aus dem Lager gejagt hatten, hatten sie nie wieder etwas gehört oder gesehen. Warum sollen sie also hier sein.
    
    Ihre Sorglosigkeit wurde ihnen zum Verhängnis. Rano und Kugogo trennten sich. Dabei benutzten sie eine Zeichensprache, die sie beim Fischen auch benutzten um dabei nicht sprechen zu müssen und damit die Fische vertreiben.
    
    Rano schlich sich seitlich weiter und schaffte es ungesehen genau auf die gegenüberliegende Seite zu kommen. Nur wer sehr aufmerksam war und wusste, dass er da war, hätte ihn entdeckt, so wie Kugogo. Soweit war alles bereit, jetzt machte er sich fertig. Er würde zuerst zuschlagen, so war es vereinbart. Seine Wut auf die drei war wieder gestiegen als er sie sah und sich vorstellte, wie Sari gelitten haben musste. Doch er versuchte trotzdem einen klaren Kopf zu behalten. Doch dann war kein Halten mehr.
    
    Er sprang aus seinem Versteck und rammte dem seinen Speer in den ...
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