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Die Insel
Datum: 14.08.2021, Kategorien: Sonstige, Autor: Kastor Aldebaran
... Rücken, der ihm am nächsten saß. Noch ein wenig verdutzt schaute der andere auf der rechten Seite, als ihn der erste Faustschlag traf. Leider war er nicht so gut gezielt und er schaffte es auf die Beine zu kommen. Sein Kumpel auf der anderen Seite übersah die Situation schneller. Er sprang auf die Beine und wollte gerade herüberlaufen und dem anderen helfen, als ihn ein großer Stein mit Wucht gegen den Kopf knallte, der die Knochen brach und ihn in sich zusammensinken ließ. Rano stand hinter ihm und hielt immer noch den Stein in beiden Händen um jederzeit Kugogo zu helfen. Aber das war nicht mehr nötig. Er hatte dann doch noch mit dem anderen kurzen Prozess gemacht. Mit verdrehtem Genick lag er da und sein Kopf lag in einer unnatürlichen Stellung zum Körper. Dann vernahmen sie noch das röcheln von dem, dem der Speer im Leib steckte. Er war dabei zu sterben, das konnte man genau sehen und Kugogo ging vor ihm in die Hocke. Lautlos bewegten sich die Lippen des durchbohrten während Kugogo ihm in die Augen starrte und mit ansah, wie das Leben aus diesen entwich. Dann fiel er um, während seine Augen brachen. Erst jetzt zog Kugogo seinen Speer aus dem Leib und wischte die Spitze im Sand sauber. Dann stand er auf, drehte sich um und verließ den Platz ohne sich noch einmal umzudrehen. Rano folgte ihm genauso schweigsam. Den ganzen Weg zurück sprachen sie kein Wort miteinander. Sie hingen ihren Gedanken nach und waren am nächsten Tag wieder bei ihrer Gruppe. Auch hier sagten sie ...
... kein Wort. Sie sahen die anderen nur an und nickten einmal, was die anderen sofort verstanden. Von all dem bekamen die drei in ihrer Höhle nichts mit. Nur einmal entfernte sich einer von ihnen sehr weit von der Höhle. Dann meinte er jemandem im Wasser stehen zu sehen der etwas Längliches in der Hand hielt. Aber da der sich nicht bewegte und die Sonne direkt von vorne kam, konnte er es nicht deutlich sehen und war sich nicht sicher ob es ein Mensch gewesen war. Aber er wollte auch nicht nachschauen. Vielleich hätte es ihn verraten. So schlich er wieder weg ohne gesehen zu werden. Wieder in ihrer Höhle angekommen, erzählte er den anderen von dem was er gesehen hatte. Doch die anderen beiden waren sich einig, dass er sich getäuscht hatte, denn warum sollte ein Mensch unbeweglich im Wasser stehen. Und das noch über längere Zeit. Das machte keinen Sinn, zumal zu viele Haie im Wasser unterwegs waren. Nein, es war ausgeschlossen. Die Zeiten waren schlechter geworden. Hatten sie zuvor noch im Überfluss gelebt, so kamen sie jetzt gerade damit aus, was sie fingen. Entweder lag es an der Jahreszeit oder an etwas anderem, sie wussten es nicht. Hatten sie sich ab und zu den Luxus erlaubt, wenn sie Wasser holten einen Abstecher zur Höhle von Sari zu machen und ein paar Fische dort zu lassen, konnten sie es sich jetzt nicht mehr leisten. Sari tat ihnen einfach nur leid auch wenn sie nicht ganz unschuldig an ihrem Schicksal war, doch sie war genauso eine Ausgestoßene wie sie und solche ...