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Die Insel
Datum: 14.08.2021, Kategorien: Sonstige, Autor: Kastor Aldebaran
... herzlich. Kein böses Wort erklang, keine Vorwürfe wurden geäußert. Man umarmte sich, als wenn man einen lange vermissten Menschen wiedergefunden hatte. Dann setzten sich alle um die Feuerstelle und die Drei bekamen etwas zu essen. Es war nicht viel, aber es reichte für den Tag. Es war immerhin das Kostbarste, was es zu verschenken gab und es wurde ihnen freiwillig und ohne vorige Frage gegeben. Mehr hätten sie nicht verlangen können und es war schon mehr als sie je erhofft hatten. Sie fühlten sich sofort wohl und sicher in der Gruppe. Dann wurden Erfahrungen ausgetauscht. Es wurde den ganzen Tag palavert über alle Neuigkeiten, die es gegeben hatte. Alle hatten viel zu erzählen und es dauerte bis in die Nacht, bis sie endlich damit fertig waren. Wobei das Schicksal der anderen Gruppen nicht bis ins kleinste erzählt wurde, denn das genaue Ende kannten nur Kugogo und Rano, und die erzählten niemandem, was vorgefallen war. Es war ihr Geheimnis und sie würde es auch nie erzählen. Genauso wenig wie die Drei erzählten, was sie die ganze Zeit in ihrer Höhle getan hatten, wenn sie nichts zu tun gehabt hatten. Schnell einigte man sich darauf, wie weiter zu verfahren war. Kugogo und Rano gingen wie immer zum Fischen. Die Drei hingegen brachten ihre Erfahrungen mit ein, denn nicht weit von hier war eine kleine Bucht, die ihrer glich, nur ohne Höhle. Das Einzige was ihnen jetzt noch Sorgen machte war der Berg. Er wollte sich nicht beruhigen. Spie immer noch jede Menge Lava ...
... und es sah in der Nacht aus, als wenn der Krater überschwappte. Am Tag war nur eine dunkle Wolke zu erkennen, die daraus hervorquoll, wobei sie mal abnahm und mal wieder mehr wurde. Rahani war nicht nur wieder erwacht, sie tobte sich aus, wollte nicht wieder schlafen gehen. Aber solange sie sich so verhielt wie jetzt, war sie nicht bedrohlich. Eine Woche später war der Berg immer noch damit beschäftigt, geschmolzenes Gestein aus seinem inneren nach außen zu stülpen. So lange hatte der Vulkan es noch nie getan, zumindest hatten die Alten es nie erzählt und so rückte er immer weiter ins Interesse der Menschen. Rano und Mani wollten es sich näher ansehen. Kugogo und Rano hatten in den letzten drei Tagen so viel gefangen wie noch nie und so hatte er Zeit dafür. Die beiden verstauten ein wenig Proviant, denn sie würden mehr als einen Tag hin und zurück brauchen. Dann gingen sie bei Tagesanbruch immer in Richtung des Berges los. Das Wetter war wie fast immer gut und so kamen sie sehr gut voran. Doch das änderte sich relativ schnell, denn als sie näher an den Berg kamen, konnten sie die Zerstörungen sehen die angerichtet worden waren. Felsbrocken, größer als Menschen, waren weit in die Gegend geschleudert worden und lagen wie ein weit verstreutes Trümmerfeld vor ihnen. Manche davon mussten recht heiß gewesen sein, denn um sie herum war alles versenkt, aber zum Glück war in der unmittelbaren Umgebung des Bergs nur wenig Vegetation. Somit konnte sich auch kein großes Buschfeuer ...