1. Die Insel


    Datum: 14.08.2021, Kategorien: Sonstige, Autor: Kastor Aldebaran

    ... aufgenommen, und während sie einen Happen zu sich nahmen, wurden weitere Pläne geschmiedet. Es wurde vereinbart, dass immer irgendwer von ihnen dort sein sollte, um den Fortgang zu beobachten und zu berichten. Zum Schluss wurde eine Art Wachplan eingerichtet. Nur Rano und Kugogo wurden davon ausgenommen. Sie sollten weiterhin für die Versorgung der Gruppe sorgen, genauso wie die Drei, die inzwischen auch wieder erfolgreich den Fischen nachstellten.
    
    Alle zwei Tage wechselten sie sich jetzt ab und es war abzusehen, dass wenn es so weiter ging, es nicht einmal mehr zehn Tage dauern würde, bis sie wieder mit dem anderen Teil der Insel verbunden waren.
    
    Schon nach fünf waren sie sich sicher, dass sie es jetzt schwimmend versuchen könnte, wenn nicht der Untergrund noch zu heiß gewesen wäre. Immerhin glühte es noch direkt unter einer dünnen Kruste und das war für ihre Füße zu viel. Sie hätten sich mehr als nur verbrannt und konnten es deswegen nicht wagen. Selbst wenn der Lavastrom bald die andere Seite berührte, würde es noch Tage, wenn nicht sogar Wochen dauern, bis sie es wagen konnten.
    
    Alles hing jetzt davon, ab was Rahani vorhatte. Auf der einen Seite musste sie noch eine Weile so weiter machen, auf der anderen müsste sie auch in nächster Zeit damit aufhören. Alles lag also nur an ihr, wie lange es noch dauern würde.
    
    Die nächsten Tage vergingen unendlich langsam. Alle warteten eigentlich nur darauf, dass neue Nachrichten eintrafen und nachts sahen sie zum Berg ...
    ... herüber, ob er noch rotglühend aktiv war. Doch im Moment konnte man sich auf den Berg verlassen. Zuverlässig warf er weitere Lava aus, und zwar in genau der richtigen Menge. So floss ein stetiger Strom von Gestein die Hänge herunter.
    
    An einem der nächsten Tage kamen die beiden, die zur Erkundung ausgeschickt worden waren mit einem breiten Grinsen ins Lager. Während sie dort gewesen waren, hatte sich die neu entstehende Landbrücke mit dem gegenüber verbunden. Also hätte man jetzt trockenen Fußes übersetzen können. Aber dafür war es leider noch zu heiß. Immer noch strömte das geschmolzene Gestein mit gleichmäßiger Menge nach. Nur schob es sich jetzt nicht mehr auf das andere Ufer, sonder verbreitete sich immer mehr. Inzwischen war der Übergang gewiss schon vierzig Schritte breit geworden, breiter als je zuvor.
    
    Hatten die Menschen allerdings damit gerechnet jetzt endlich mal jemanden auf der anderen Seite sehen zu können, so wurden sie enttäuscht. Keiner ließ sich blicken, selbst dann nicht, wenn man länger durch den Wasserdampf sehen konnte. Das andere Ufer lag verlassen und alleine da. Niemanden von der anderen Seite schien es im Geringsten zu kümmern, was sich dort tat. Aber sie waren sich sicher, dass es nicht unbemerkt geblieben war. Die Familien waren auf der anderen Seite und machten sich sicher seit Monaten ihre Gedanken. Davon waren sie überzeugt.
    
    Die nächsten Tage wurden zur Qual. Hatte man sich zuvor noch danach gesehnt, dass Rahani nicht damit aufhören sollte, das ...
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