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Die Insel
Datum: 14.08.2021, Kategorien: Sonstige, Autor: Kastor Aldebaran
... Gestein auszuspucken, so hoffte man jetzt genau auf das Gegenteil. Aber sie war launisch, ließ sich nicht bitten. Schon waren einige der Meinung, dass man ihr ein Opfer bringen sollte. Aber davon nahm man dann schnell wieder Abstand. Immerhin hatte sie die Menschen erst in diese Situation gebracht und eigentlich waren es nicht die Menschen, die ihr etwas schuldig waren, sondern anders herum. Nacht für Nacht und Tag für Tag starrten sie auf den Berg und flehten ihn insgeheim an, endlich zum Schluss zu kommen und der kam dann auch eher plötzlich. Zwei Nächte später ging eine gewaltige Erschütterung durch den Boden und die aufgeschreckten Menschen sahen plötzlich, wie eine Seite des Bergs herab rutschte. Glück war es auf der Seite, an der sie nicht interessiert waren. Der Effekt dabei war nur, dass sich die Kammer mit dem Magma dauerhaft in eine andere Richtung ergoss. Darauf oder etwas anderes hatten die Menschen gewartet. Jetzt würde es nicht mehr lange dauern und sie konnten es wagen. Zwei Tage später standen alle am Ufer und sahen sich das Werk an, was Rahani geschaffen hatte. Nur war das Betreten nicht ganz einfach. An manchen Stellen war es noch wahnsinnig heiß und die Kruste nur sehr dünn. Also ging Kugogo mit seinem Stab voran und stieß immer wieder vor sich in den Boden. Wenn der Boden das aushielt, trat er einen Schritt weiter nach vorne, wobei der von Rano festgehalten wurde. So tasteten sich die beiden Schritt für Schritt weiter voran, wobei ...
... mehrmals Kugogos Stab zu brennen anfing. Aber er löschte ihn schnell wieder und ging einen anderen Weg. Länger als gedacht waren sie unterwegs, aber dann betraten sie endlich, nach so langer Zeit wieder den Boden des anderen Ufers. Überglücklich umarmten die beiden sich und wussten in diesem Augenblick, dass sie es geschafft hatten. Sie würden endlich wieder ihre Familien wiedersehen und in ihr gewohntes Umfeld zurückkehren. Zwei Stunden später standen alle auf der anderen Seite. Einige hatten sich zwar Brandblasen an den Füßen geholt, aber das störte sie nicht. Wenn sie es gemusst hätten, hätten sie auch einen ganzen Fuß gegeben. So war es allerdings viel besser. Ohne sich noch einmal umzusehen, traten sie den Weg nach Hause an. Kapitel 03.0 Die grüne Insel/Die andere Hälfte Lange sahen die zurückbleibenden Bewohner der Insel der Gruppe nach, die sich auf den Weg machte, um Rahani zu besänftigen, denn mit ihnen gingen ihre Wünsche auf ein gutes Gelingen. Immerhin hatten die Alten alles dafür getan, damit es gelingen würde, auch wenn dies nur aus Erinnerungen bestand, welche sie wiederum von ihren Vorfahren erzählt bekommen hatten. Ob es wirken würde und Rahani das Opfer annahm, wussten sie auch nicht. Aber es konnte nicht schaden, denn wenn es nicht gelang, konnten sie ja einfach zurückkommen. Dann würde zwar die Erde weiter rumpeln und vielleicht noch ein oder ein paar mehr ihrer Häuser einstürzen, aber das würde man wieder reparieren können. Allerdings würden ...