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Die Insel
Datum: 14.08.2021, Kategorien: Sonstige, Autor: Kastor Aldebaran
... ersten Sterne leuchteten am Himmel, während sie sich funkelnd weiter bewegten. Es hieß, dass sie die Seelen längst verstorbener seien, die sich im Leben immer redlich verhalten hätten und nun auf die Erde blickten, um den Menschen auch in der Nacht Sicherheit zu geben. Hatte man sich nichts zuschulden kommen lassen, beschützten und wachten sie über einen. Genau diese Sterne gaben der Gruppe wieder die Sicherheit, die sie brauchten. Es konnte nichts passieren, da waren sie sich jetzt sicher. Sie standen noch eine Weile zusammen denn sie wartete ab, bis es vollkommen dunkel war. Dann fanden sie sich in sechs kleineren Gruppen zusammen. Immer eine Frau und fünf Männer standen beieinander, so wie die alten es ihnen mit auf den Weg gegeben hatten. Erst dann trennten sie sich und liefen nach rechts und links auseinander. Nur eine Gruppe blieb stehen, wo sie war. Die fünf anderen Gruppen liefen den Kraterrand entlang. Nach etwa dreißig Schritten blieben zwei der Gruppen stehen. Nur die drei verbliebenen liefen weiter. Dann nach etwa weiteren dreißig Schritten blieben wieder zwei Gruppen stehen. Die letze blieb dann nach weiteren dreißig Schritten stehen, genau gegenüber der Ersten. So bildeten sie auf dem Kraterrand ein Sechseck. Dann standen sie noch eine kleine Weile still da. Die Nacht war vollkommen mondlos und die Dunkelheit fast vollkommen. Nur die jetzt hell leuchtenden Sterne gaben ihr weiches Licht auf die sich bietende Szene. Die sich auf dem Berg befindenden ...
... Menschen konnten sich gegenseitig eher erahnen als sehen, zu dunkel war es. Außerdem war der Wind eingeschlafen. Nicht ein Lufthauch regte sich und das war in der Höhe ungewöhnlich. Es war fast absolut still, nur ein leises Fauchen aus dem tiefen Schlot des Vulkans drang an ihre Ohren. Man konnte den Berg atmen hören. Rahani lebte dort unten, davon waren sie jetzt vollkommen überzeugt. Dann grummelte wieder der Boden. Kleinere Steine lösten sich vom Kraterrand und rollten sowohl an der Außenseite herab, als auch in den Schlot. Doch schon nach wenigen Schritten wurden sie von der Dunkelheit verschluckt. Nur wenn sie dann gegen einen anderen Felsen stießen, hörte man ein klackendes Geräusch, was dumpf klang und von sehr tief unten herauf zu klingen schien. Dies war dann gleichzeitig das Signal für die Umstehenden. Sie begannen mit der Zeremonie in dem sich die Frauen ihrer Oberbekleidung entledigten. Mit nacktem Oberkörper knieten sie sich direkt an den Kraterrand und hoben ihre Arme mit nach oben gedrehten Handflächen in die Höhe. Dann blieben sie einen Moment in dieser Haltung. Erst jetzt, begannen sie zuerst leise zu singen. Es war eine bestimmte Tonfolge, einfach aber eingängig. Sie wurde immer wiederholt erklang in der gleichen Geschwindigkeit. Dabei begannen sie sich langsam mit ihren Oberkörpern von einer Seite auf die andere zu bewegen, um dann in leicht kreisende Bewegungen zu verfallen. Währenddessen entledigten sich die Männer ihrer gesamten Bekleidung und ...