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Verzweifelter Besuch
Datum: 14.08.2021, Kategorien: Oral, Autor: Vanessa
Ich hatte zu tun. Und ich hatte keine Lust darauf. "Grundlagen der Bauökonomie" nannte sich das Modul in meinem Studium, für das ich eigentlich gerade dringend lernen musste. Aber ich konnte mich einfach nicht aufraffen. Außerdem hatte ich mich mit meiner Carmen gestritten, was echt selten ist. Wobei gestritten vielleicht ein zu großes Wort ist, aber es fühlte sich ein bisschen so an, als sie heute ganz früh Richtung Uni verschwunden ist. Sie hatte sich über Jan (ihr kennt ihn vielleicht aus meiner ersten Geschichte) geärgert, der immer noch in sie verliebt ist und es nicht schafft, los zu lassen. Ich finde ja, dass er das vergleichsweise harmlos deutlich macht, Carmen ist zunehmend genervt von ihm und ärgert sich immer mehr, wenn sie von ihm hört. Dabei ist das gar nicht so oft. Trotzdem sollte ich ihr natürlich den Rücken stärken. Wie intensiv jemand von etwas betroffen ist sollte immer ausschließlich der oder die Betroffene entscheiden dürfen. Besonders blöd war, dass wir auch keine schnelle Gelegenheit finden würden, das aus der Welt zu schaffen. Sie hatte einen langen Uni-Tag vor sich und wollte dann ausnahmsweise mal wieder bei ihren Eltern vorbeischauen und dafür sogar ein Training sausen lassen. Ich hatte dringend zu lernen und musste unbedingt zum Training, weil wir vor dem Punktspiel am Wochenende ein Sondertraining im Mixed angesetzt haben. Ich war also schlecht gelaunt. Sehr sogar. Aber alle Versuche, mich an meine Bücher, Unterlagen und das Internet für ...
... die vermaledeite Bauökonomie zu setzen scheiterten und ich gab es für eine Weile auf. Manchmal hilft mir in solchen Momenten, eine Runde zu laufen. Ganz selten klappt auch masturbieren als Ablenkung. Schlechte Erfahrungen habe ich mit Telefonate mit meinen Eltern und auch die Ablenkung durch Medienkonsum (Serien) sind nicht so erfolgreich gewesen die letzten Male. Da meine Klein-WG aber über den Luxus einer Badewanne verfügte schien mir ein heißes Bad eine interessante Alternative zu sein. Und wer weiß, vielleicht konnte ich es ja mit der Selbstbefriedigung kombinieren und mich danach dann endlich hochkonzentriert an die Arbeit machen. So lag ich also in der Wanne, Schaum um mich herum, Tenacious D auf den Lautsprechern im Bad und das Telefon für Notfälle in Griffweite. Und ich spürte, wie der Kummer wegen Carman allmählich verflog. Motivation zum Lernen tauchte nicht annähernd so selbstverständlich auf, aber ich spekulierte, dass ein freier Kopf und ein durchgewärmter Körper dafür auch hilfreich sein müssten. So lag ich bereits seit 15 Minuten im warmen Wasser und überlegte gerade, ob ich mir ein zeitliches Limit setzen sollte, um nicht den kompletten Tag in der entspannenden Wärme zu verbringen, als es an der Tür klingelte. Das passte natürlich gerade gar nicht und ich hatte auch nicht vor, aufzumachen. Ich konnte mir auch nicht vorstellen, wer das um die Zeit sein sollte. Carmen und mein Mitbewohner hatten natürlich Schlüssel und waren jeweils bis einschließlich zum ...