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Taste mich an
Datum: 16.08.2021, Kategorien: Bisexuell, Autor: Saluti
Ist es möglich, dass zwei gut verheiratete Männer nicht bemerken, wie sehr sie danach verlangen, einander anzutasten? Es ist so. Immer wenn Pierre Jan und seine Familie besuchte, waren Jan und Pierre einfach happy. Und immer wenn Jan zusammen mit Jannette, seiner Frau bei Pierre und dessen Frau Angy eingeladen waren, fühlten beide, wie angenehm das Leben ist. Das war lange Jahre weder Pierre noch Jan bewusst gewesen. Erst sehr viel später erinnerten sich Jan und Pierre an die Ferienzeit droben in dem kleinen abgelegenen Bergchalet auf 2000 Meter Höhe - mit dem Blick auf das unerhört wuchtige Mont Blanc Massiv und mit der direkten Aussicht auf die Gletscher des gegenüber liegenden Geirges. Für jede Kleinigkeit und auch für schwerere Einkäufe mussten sie hinunter ins Dorf, um alles hinaufzutragen, durch den Lärchenwald dem Bach entlang und dann steil hinauf durch die Arvenhänge bis zur Hütte. Das über 250 Jahre alte Berhaus war direkt auf eine Felsnase gebaut und bestand in der unteren Hälfte aus einem Ziegen- und aus einem Schafstall. Es gab keinen Strom in der Hütte und die Latrine mit dem Balken befand sich draussen neben dem Stall. Alles roch nach Heu und Tabak, nach Sauerampfer und nach dem Rauch aus dem blechernen Küchekamin - ein bisschen auch nach abgestandenem Kuhmist und nach dem Harz vom Brennholz. Der Alpgeruch schärfte gleichsam den Blick in die Tiefe des Tals und den Weitblick hinaus in die Konfiguration der ineinandergeschobenen Fels- und ...
... Schneegebirge. Es passte alles zusammen. Sie auch. Sie passten auch zusammen. Pierre und Jan. Es störte sie nicht, dass sie beide gut verheiratet waren und sie hatten sich auch niemals so etwas wie eine besondere Freundschaft angetragen. Sie packten, wenn sie zusammen waren, die Arbeiten gemeinsam an, sie kochten gerne zusammen und sie spielten Skat eher unauffällig aber nicht ohne kleinere Siege gegen Jeanette und gegen Angy - die sie beide doch problemlos mochten. Erst sehr viel später erinnerte sich Jan an das Bild von der ersten starken Begegnung mit Pierre, an das Bild, das jahrelang in ihm und in Pierre weiterlebte oder besser gesagt, mit dem beide unbewusst seit damals zusammen lebten. Sie hatten Arvenholz zur Hütte hinaufgetschleppt, verknorrtes, gut getrocknetes Arvenholz für die Feuerung des Küchenherdes und für den Wasserbottich. Nun rochen sie selber nach Harz. Es dauerte über eine Stunde, bis sie die armdicken Stämme mit der langen Doppelsäge zu Brennholz zerkleinert hatten. Pierre zog mit seinem muskulösen rechten Arm an einem Halfter der Säge,Jan zog das Blatt jedes Mal ruckartig vom anderen Ende her zurück. Schon damals fiel Jan die Kraft und die Leichtigkeit auf, mit der Pierre das Sägeblatt durch das Holz zog. Es gefiel Jan, dass Pierre mit blossem, gut gebräunten Oberkörper auf der anderen Seite stand - schön anzusehen im Licht der Bergsonne. Pierres schwarzes und starkes Haar hatte es ihm ohnehin schon immer angetan. Es fiel Jan damals nicht auf, wie ...