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Taste mich an
Datum: 16.08.2021, Kategorien: Bisexuell, Autor: Saluti
... diesem zweiten Abend der Begegnung wuchs das Begehren weiter und damit auch die selbstverständliche Bereitschaft, sich in sich selber zurück zu verwandeln und dem Begehren von Mann zu Mann mehr und mehr zuzuhören und ihm liebevoll zu gehorchen. Niemand kann sich vorstellen, was geschieht, wenn eine erste Andeutung des Begehrens nicht abgewiesen, sondern leise erwidert wird. Wenn ein beinahe zufälliger Anruf dazu führt, dass das Gespräch sich stundenlang sorgfältig der Wahrheit nähert, dem Geständnis und der ersten obzönen Andeutung. Wenn kein Sex zuvor so unendlich weit, so umfassend, so vibrierend und so wuchtig alles ergreift, was das eigene Selbt ausmacht. Niemand kann sich vorstellen, in welcher schnellen Folge das Konstrukt der Angst vor dem Zusammensein mit einem Mann in dem Mann zusammenbricht, der längst auf den Durchbruch zu seinem gleichgeschlechtlichen Freund gewartet hat. Erst war Jan verwundert, dass er nun regelmässig, manchmal öfters am Tag ,die besten gay-pics für sich heraussiebte, ausdruckte, streichelte und vor allem sehr genau im Detail zu betrachten begann. Mit dem eigenen Kontrollblick musste Jan sich eingestehen, dass ihn die Kolben der geilen Gays zu faszinieren begannen, dass er nun unwahrscheinlich gerne zusah, wenn zwei Männer sich küssten und ihre Zungen oral und phallisch spielen liessen, ihre Liebespfeifen leckten und zum Rammeln ansetzten. Jan begann die Bilder zu erweitern und sich einzumischen, wenn ihm gays gefielen. Er bemerkte ...
... Schritt für Schritt, wie alte Vorstellungen von der Befremdlichkeit der Männergeilheit, der phallischen Spiele und der analen Berührungen schwanden. Er spürte, wie lebenslange Hemmungen vor der Lust am Mann als Körper, als liebender und geiler Körper, sich wie von selbst auflösten. Jedes zufällige Telefonat mit Pierre dauerte nun länger und länger. Beide kamen zwar noch nicht direkt zu dem, was sie einander indirekt doch schon längst offenbart hatten. Dennoch kamen sie einander mit Lichtgeschwindigkeit näher. Nahe, ganz nahe waren sie sich - recht besehen - immer schon. Sie wussten es nur nicht. Sie hatten lange unwissend um einander und ohne verkörpertes Miteinander dahin gelebt. Jan hatte nicht ahnen können, dass die selbe Dynamik Pierre zu ihm hintrieb. Die Stunde ihrer nackten Begegnung war so unerhört schön, dass sie niemals so beschrieben und ausgedrückt werden kann, wie sie sich von selbst ereignet hat. Pierre hat Jan von der Bahn mit seinem PKW abgeholt. Beide trugen Jans schweren Koffer so, dass sich ihre Hände am Griff trafen und hielten. Sie gingen in exakt dem selben Schritt zum Auto. Ihre Stimmen klangen weich. Sie halfen einander und streiften sich mehrmals - auch am Bund. Jan legte während der kurzen Fahrt seine Hand auf Pierres Oberschenkel. Pierre legte noch während der Fahrt mehrmals seinen Arm auf Jans Schulter. Er streichelte dabei einmal Jans Ohrläppchen. Sie sprachen nicht miteinander. Dafür atmeten sie mit ander. Pierre und Jan fingen ...