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Der Fernfahrer 05
Datum: 05.10.2021, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: bysirarchibald
... Blicken zunächst entzogen gewesen. Nun kam er hinter seinem Gefährt hervor. "Moin, moin, "sagte ich, "wie geht's denn immer so?" "Heut' nacht ging's noch," wiederholte er den uralten Kalauer, was ich mit den Worten: "Es war nicht zu übersehen," quittierte. "Ich hab's mir schon gedacht," grinste er etwas unsicher," aber wer denkt schon daran, daß er nachts auf einem Rastplatz, weit weg vom Schuß beobachtet werden könnte. Ja, wenn man wenigstens was gehört hätte..." Ich klärte ihn kurz über meine Art und Weise Rastplätze anzufahren auf, was ihm ein: "Na ja, dann....," entlockte, um dann übergangslos feixend fortzufahren: "War aber auch eine verdammt heiße Nacht, heut' nacht. Und Sie haben ja auch ganz schön getobt da drinnen. War nicht zu überhören." "Das kam aber nur davon, daß Sie, Ihre Frau und Ihre Kinder uns beiden so angetörnt haben," grinste ich zurück, "da war nichts zu falsch zu deuten." "Es ist mir völlig gleichgültig, was Sie von uns denken," sagte der Mann, "aber damit kein falscher Eindruck aufkommt: Die Kinder sind keine Geschwister. Meine Frau und ich sind beide zum zweitenmal verheiratet und jeder hat ein Kind aus der ersten Ehe mitgebracht. Ich den Jungen und meine Frau das Mädchen." "Wenn Sie mir das so sagen, glaube ich es Ihnen. Andererseits wäre es mir aber auch piepegal. Und wenn Sie mit Ihren eigenen Kindern bumsen, ist das eine Sache, die nur Sie und Ihre Familie etwas angeht. Ich jedenfalls fühle mich nicht zum ...
... Moralapostel berufen." "Ich....." begann er, setzte sein Worte aber nicht fort, sondern spitzte seine Lippen zu einem anerkennenden Pfiff. Danach ging ein maliziöses Lächeln über sein Gesicht. Ich ahnte den Grund dafür, wollte mich aber vergewissern, daß ich recht hatte und drehte mich um. Joan hatte die Tür geöffnet und war gerade im Begriff aus der Kabine zu hüpfen. Sie trug nur ihre hautengen Jeans und einen BH. Sehr knapp, das Ganze. Sie kam zu uns und hakte sich bei mir ein. "Donnerwetter," stieß mein Gesprächspartner bewundernd hervor, "sowas würde ich auch nicht ohne Grund von der Bettkante schubsen. Da könnte man ja direkt neidisch werden." "Das versteh' ich nicht. Ihre Damen sind ja auch nicht so ganz ohne. Gestern nachmittag jedenfalls hatte ich diesen Eindruck, der sich im übrigen heute nacht ja eindrucksvoll bestätigt hat." "Ach, und ich hatte schon -nachdem Sie gestern das Angebot meiner Frau und meiner Tochter nicht angenommen haben- vermutet, Sie seien entweder schwul oder impotent. Zu übersehen gab es da schließlich nichts, oder?" "Zu übersehen ganz bestimmt nicht," gab ich zurück, "ich habe mich immer nur gefragt, wie das gehen soll. Woher sollte ich denn wissen, was ich jetzt weiß? Wie hätte ich denn auf die richtige Idee kommen sollen? Nämlich, daß es Ihnen, Ihrer Frau und Ihren Kindern nichts ausmacht, einander zuzusehen." "Ich erzähle Ihnen wohl nichts Neues mehr, wenn ich Ihnen sage, daß es noch mehr gibt, was uns nicht nur nichts ausmacht, ...