1. Der Fernfahrer 05


    Datum: 05.10.2021, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: bysirarchibald

    ... sondern an dem wir vielmehr alle vier unser Vergnügen haben. Aber richtig, woher sollten Sie das gestern nachmittag wissen. Übrigens: Die -wenn auch mißlungene- Anmache gestern hat meine Frau ganz schön mitgenommen. Dreimal dürfen Sie raten, wo sie ihre Finger hatte und was sie mit ihnen gemacht hat, als wir Sie gestern auf der Autobahn überholten."
    
    "Welche Sprache sprecht ihr eigentlich?" mischte Joan sich fragend ein. "Ich verstehe nichts, absolut nichts. Wenn man euch so reden hört, könnte man glauben ihr redet über Sex. Das kann ja aber doch wohl nicht sein, oder?"
    
    Mit kurzen Worten klärte ich Joan über die Umstände unseres Kennenlernens und darüber auf, was sich gestern zwischen den Mitgliedern dieser seltsamen Familie und mir abgespielt bzw. nicht abgespielt hatte. Anschließend zeigte sich ein verstehendes Lächeln auf Joans Gesicht.
    
    "Ja, wenn das so ist....," war ihr einziger Kommentar.
    
    Noch immer wußte ich den Namen des Besitzers des Reisemobils nicht. Eine Verlegenheit, aus der mir der Mann nun heraushalf, indem er sich vorstellte. Ich will ihn und seine Familie Hansen nennen, ein Name, der natürlich nicht richtig ist, aber so schön norddeutsch klingt.
    
    "Mögen Sie und ihre süße, kleine Freundin mit uns frühstücken?" schallte Frau Hansens Stimme völlig unbefangen aus dem Wohnmobil zu uns herüber.
    
    Donner und Doria, die Frau hatte vielleicht Nerven! Sie hatte es doch ganz bestimmt mitgekommen, worüber ihr Mann und ich uns unterhalten hatten. Das ...
    ... erlebte man sicher auch nicht alle Tage, daß ein Mann einem Fremden erzählt, daß seine Frau an sich selbst herum gespielt und sich dabei vorgestellt hatte, es just mit diesem Fremden zu treiben. Aber was war schon alltäglich an unserer Situation? Wir alle, auch die jungen Leute, die sich im Reisemobil aufhalten mußten, wußten alles voneinander. Die -alle- Hansens wußten, daß wir ihnen beim Sex zugesehen hatten und Joan und ich waren uns darüber klar, daß unsere unerhörten Spiele nicht ungehört geblieben waren.
    
    "Aber gern doch, wenn wir dürfen," nahm ich auch für Joan die Einladung an.
    
    "Hätte ich sonst gefragt?"
    
    "Bitte um etwas Geduld," gab Joan zurück, "ich muß mich noch ein wenig frisch machen."
    
    "Gut, aber machen Sie nicht so lange. Der Kaffee wird sonst kalt."
    
    "Ich beeile mich," rief Joan und lief in Richtung der Waschräume fort.
    
    Knapp zehn Minuten später, Hansen war schon wieder in sein Reisemobil gestiegen, klopfte ich an den Eingang und auf das einladende "Herein" der Hausherrin öffnete ich die Tür. Höflich, wie ich bin, ließ ich Joan den Vortritt und kletterte hinter ihr die Stufen hoch.
    
    Ich sah, wie Frau Hansen Joan begrüßend umarmte und ihr einen freien Platz anbot. Joan zwängte sich zwischen einem Sessel und dem Tisch hindurch und erst dadurch gelangte die Gastgeberin voll in mein Blickfeld.
    
    Sie sah umwerfend aus. "Topless" und nur mit einem transparenten French bekleidet, stand sie voll im Licht, das aus einer Dachluke auf sie fiel. Sie stand weit ...
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