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Das Bangkok Syndikat 18
Datum: 03.11.2021, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: bySena78
... gedacht. Nun wandte sich die Moderatorin an Sojirat, erklärte ihr die Situation des japanischen Soldaten und forderte sie schließlich auf, die störrische Zwangsprostituierte zum Dienst zu zwingen. „Nori!" Vanida eilte auf die Bühne, trat an die im Hintergrund wartende Domina heran und deutete auf das Totenkopfgesicht, das an der Seite der Tribüne auf sie zu warten schien. „Du sollst zu Wang kommen." Die Domina wurde blass, zögerte, warf einen verzweifelten Blick auf einen in der Ecke kauernden Sklaven, von dem bisher niemand Notiz genommen hatte. „Ich bin gleich wieder dran." Das Totenkopfgesicht winkte sie energisch zu sich heran, Nori zögerte, suchte nach einem Ausweg, dann aber resignierte sie und folgte Vanida schließlich die Tribüne hinunter. Sichtlich nervös geworden blickte Jasmin der Domina hinterher, konnte aber ihre Ansage nicht unterbrechen. Erst als Sojirat den ersten Hieb gesetzt hatte, folgte sie den beiden Frauen. „Wo ist Nori?" Die Domina war von diesem schrecklichen Typen abgeholt worden. Anscheinend wollte Wang etwas von ihr. Jasmin streckte sich, sah an der Bühne vorbei zu den letzten Sitzreihen. Bonian war noch anwesend, also würde Wang ganz bestimmt wiederkommen. Über die kleine Treppe erreichte sie wieder die Bühne, wo Long unter den gemeinen Hieben des Rohrstockes stöhnte. Wieder gab sich das Mädchen alle Mühe, ihre Rolle authentisch zu spielen. Sie schien den japanischen Soldaten richtig zu leben und imitierte ...
... sogar dessen Sprache überraschend gut. Die Anerkennung des begeisterten Publikums war ihr sicher. „Das war ja der schiere der Wahnsinn, Sojirat! Was seid Ihr denn bloß für bösartige Weiber?" Jasmin nickte der uniformierten Frau zu und klatschte betont elegant in ihre Hände. Das Publikum fiel mit ein, bis es für die Moderatorin an der Zeit war, die nächste Kandidatin anzukündigen. Wieder überflogen ihre Blicke die Menge der Zuseher, entdeckten Bonian, der aufstand und sich durch die Reihen seiner Männer bewegte. Jasmin blieben förmlich die weiteren Worte im Halse stecken, erst als Wangs Unterführer hinter den Vorhängen verschwunden war gelang es ihr, sich wieder zu sammeln. „Sirkit! du bist dran! Zeig uns, wie unser Tourist seine Schlampe zur Rechenschaft zieht für den Wucherpreis, den sie unverschämter Weise genannt hat. Sei hart zu ihr, vielleicht macht sie es dir ja dann umsonst?" Jasmin lachte gekünstelt, während sie ihre Unsicherheit zu verbergen versuchte. In diesem Augenblick trat Bonian mit rotem Gesicht wieder hinter dem Vorhängen hervor. Die Brandschutztür war von außen verschlossen worden. Mit eiligen Schritten eilte er in Richtung der Haupteingangstür, schob sich unter den Blicken seiner Männer durch die Vorhänge und erblickte ein schweres Gitter, das die beiden Glastüren abdeckte. Wang hatte nicht nur seine eigenen Männer verraten, sondern auch ihn. Oben auf der Bühne hörte man verhaltene Schreie, wahrscheinlich schlug die nächste Kandidatin auf ihr ...