1. Manchmal muss es ein Schwanz sein


    Datum: 05.11.2021, Kategorien: Betagt, Autor: byAcheloos

    ... Uff!
    
    Als ich heiratete, habe ich alle Heftchen weggeworfen und auch die VHS-Video-Kassetten, die im Laufe der Zeit dazugekommen sind. Ich Depp! Eine gute Video-Kassettensammlung war ein teures Hobby. Ein Joe-D'Amato- oder Mario-Salieri-Film kostete locker mal 100 Mark. Man konnte sich pornografische Filme auch zu überschaubaren Preisen in einschlägigen Videotheken ausleihen, brauchte jedoch einen Videothekenausweis mit Hinterlegung der Adresse und Telefonnummer. Das kam für mich nicht in Frage.
    
    Während dieser Zeit wuchs mein Interesse an Männern. Genauer gesagt an Schwänzen. Denn die Porno-Männer fand ich meistens ziemlich bescheuert. Sie waren allesamt das Gegenteil von mir: muskelbepackt, mit Sixpack und Nussknackerkinn. Auch die Körpersprache und die Gesichtsausdrücke beim Sex: fies, abstoßend, überheblich und einfach nur unsympathisch. Da war kein Genuss in der Mimik zu sehen, sondern nur ein „der Schlampe zeige ich es jetzt". Nein, das hat mich nie angetörnt. Aber ihre Schwänze, die hatten was. Es waren geäderte Ungeheuer, denen sich -- in meiner Vorstellung -- die Frauen einfach ergeben mussten. Diese prallen Schwänze waren unwiderstehlich. Mit diesen Schwänzen konnten sie zehn Mal so lang vögeln wie ich und sie konnten jede Frau geil, willig und gefügig machen. Ja, ja, schon klar. Das waren Filme, Fiktionen, Kameraperspektiven und Schnitttechniken. Und dennoch es waren Schwänze aus Fleisch und vor allem aus Blut.
    
    Ich habe mich nie mit den Männern, die zu den ...
    ... Schwänzen gehörten, identifiziert. Ich war immer auf der Seite der Frauen. Ich fühlte mit den Frauen, seufzte, wenn eines Fickers Eichel einen Anus weitete, spürte wie ein wohlig warmes Gefühl in mir aufstieg, wenn so ein Monsterglied die dargebotenen Schamlippen teilte und öffnete unwillkürlich meinen Mund, wenn sich, am liebsten in Großaufnahme, ein Penis den Lippen einer Frau näherte. Ich gebe zu, manchmal kniete ich mich sogar auf den Boden vor den Fernseher als würde ich vor einem Schwanz knien, streckte meine Zunge heraus, um das Sperma aufzunehmen, schluckte, obwohl es nichts zu schlucken gab, schmeckte den Saft und quittierte den wohligen Geschmack mit einem mmmmm als hätte ich gerade einen Château Mouton Rothschild aus dem Jahre 1973 degustiert.
    
    Ich muss so um die dreißig gewesen sein, als ich endlich einmal das alles in Natura erleben wollte. Das Verlangen war ja seit Jahren da, nur -- obwohl sonst eigentlich nicht feige -- hatte ich mich nicht getraut. Jetzt war ich bereit, mehr als bereit. Auch hatte ich ein durchaus reges Sexualleben mit meiner Frau. Sie verweigerte sich nicht. Mein Schwanz kannte alle ihre Öffnungen, ich konnte meinen Höhepunkt überall dort erleben, wo ich es wollte. Das mmmmm hörte ich auch von ihr, wenn Sie meinen Orgasmus im Mund genoss. Ich wollte das jetzt auch erleben. Und nein: Niemals hätte ich mir Frauenkleider angezogen und wäre in Stöckelschuhen herumgestolpert. Ich war Mann und wollte Mann bleiben; nur eben hatte ich die unbändige ...
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