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Manchmal muss es ein Schwanz sein
Datum: 05.11.2021, Kategorien: Betagt, Autor: byAcheloos
... in der Geschmacksrichtung Natur noch in der mit Rosenduft oder Spearmint. Das Aufbäumen und Zucken tief hinten in meiner Kehle wollte ich durch Schübe warmen Spermas und einen genüsslichen Abgang erleben. Mein Mund sollte sich immer weiter mit dem füllen, was mir mein Gegenüber schenkte, und nicht das Reservoir eines Kondoms aufblähen, bei dem ich das Gefühl gehabt hätte, eine Wasserbombe zu beherbergen. Ich hatte gelesen, dass Pornokinos häufig von bisexuell veranlagten Männern besucht werden, also von Männern, die in einer Beziehung mit einer Frau leben, diese vögeln und ansonsten eigentlich monogam leben. Das Restrisiko einer Übertragung ungewollter Dinge war für mich damit damit überschaubar. Mich empfing ein unangenehmer Geruch nach abgestandener Luft und Schweiß. Da musste ich jetzt durch. Ich wollte mich erst mal orientieren und schritt die labyrinthartigen Gänge ab von denen aus kleine mit Türen verschließbare Räume zu betreten waren. Ein Kaninchenstall bietet einem Kaninchen mehr Raum, als ein Pornokinoséparé einem Pornokino-Besucher. Das hatte ich aus den X-Hamster- und Pornhub-Filmen anders in Erinnerung. Man könne das Pornokino auch zusammen mit seiner Partnerin besuchen, war in der Internetbeschreibung des Kinos zu lesen. Wie dies angesichts des Platzangebotes möglich hätte sein sollen, war mir nicht klar. Doch: Ich traf auf ein „Pärchenzimmer" -- allerdings das einzige im ganzen Labyrinth. Die meisten Türen standen offen, in jedem der Räume war ein ...
... winziger Fernseher. Und ja, nachdem ich einen Blick in ein geöffnetes Zimmer geworfen hatte, sah ich auch die Löcher in den Wänden. Sie waren aber nicht rund, wie in den Internet-Pornos, sondern eckig und mit einer kleinen Blechschiebetür zum Öffnen und Verschließen ausgestattet. Hoffentlich klemmt sich da keiner den Schwanz ein, dachte ich mir. Auf die Idee, das Labyrinth zu betrachten, kamen wohl auch andere. Ich begegnete drei oder vier Männern -- und zwar immer wieder und es waren immer wieder dieselben. Sie schienen sich dazu entschlossen zu haben, eine Indoor-Wanderung zu unternehmen, sahen gehetzt aus, schauten zur Seite, wenn sie an mir vorbeikamen, blieben ab und zu an einer geöffneten Tür stehen, um kurz einen Blick auf den darin laufenden Pornofilm zu werfen -- ohne die Kabine zu betreten und ohne die Tür zu schließen -- um schließlich ihre Wanderung fortzusetzen. Aha, cruisen nennt man das. Das wurde im Internet so ähnlich beschrieben. Kam einer der Cruiser für mich in Frage? Wollte ich einem dieser Wanderer an den Schwanz fassen und ihn blasen? Ein älterer Herr war dabei. Er wäre zumindest vom Alter her schon für mich interessant gewesen, aber er war so ungepflegt, sah so abgerissen aus, hatte auch noch eine Bierflasche in der Hand, aus der er sich immer wieder einen Schluck zu Gemüte führte -- nein, der ganz sicher nicht. Soweit ging mein Verlangen dann doch nicht. Cruisen ist vielleicht doch nicht so das Wahre. Hätte ich den Biertrinker nicht gesehen, sondern nur ...