1. Manchmal muss es ein Schwanz sein


    Datum: 05.11.2021, Kategorien: Betagt, Autor: byAcheloos

    ... seinen Schwanz, dann hätte ich mich von seiner Erscheinung vermutlich auch nicht abgestoßen gefühlt, dachte ich mir. Sicher hätte er unangenehm gerochen, so einer kann gar nicht gut riechen. Aber, ich habe ihn gesehen und der Geruchsprobe wolle ich mich nicht unterziehen.
    
    Eine der Kaninchenstalltüren war geschlossen. Da musste also ein Mann drinnen sein. Einer, den ich noch nicht gesehen hatte, und mit dem es deshalb vielleicht klappen könnte. Ich betrat die Kabine daneben, schloss die Tür, setzte mich auf den fest verschraubten, an einen Sitzplatz im Fußballstadion erinnernden Plastikstuhl und sah mich um. Fernsehapparat, auf dem ein Porno lief; eine Art Fernbedienung, fest an der Wand installiert, offensichtlich zur Wahl des Pornoprogrammes; ein Stuhl, eine Küchenkrepprolle auf dem Fußboden und ein Mülleimer, in dem einige Krepptücher zusammengeknüllt lagen. Na gut, es war eben ein Pornokino und kein Filmpalast. Was mit der Küchenrolle anzufangen war, wusste ich natürlich. Und das Loch in der Wand? Es war geöffnet und ich hatte das Gefühl, als blickte da jemand hindurch. Ich wollte auch durchschauen, beugte mich etwas vor und -- schwupp wurde das Loch mittels der Blechschiebetür geschlossen. Offensichtlich hatte mich mein Nachbar betrachtet und ich entsprach nicht seinem Geschmack. Schiebetür zu. Vielleicht war er auch nur schüchtern. Ich fasste mir ein Herz und schob den Regler wieder zur Seite, um das Loch zu öffnen. Schwupp -- mit einem Scheppern schob er die ...
    ... Schiebetüre wieder zurück. Okay, der also auch nicht! Gleich darauf hörte ich wie sich die Tür des Nachbarraumes öffnete und nicht wieder schloss. Mein vermeintlicher Wichs- und Blaskumpel in spe hatte die Kabine verlassen.
    
    Dann halt nicht! Ich öffnete das Loch erneut, um einem anderen zu signalisieren, dass er willkommen wäre, hantierte an der Fernbedienung herum und zappte durch das Pornofilmprogramm. Filme aus unterschiedlichen Genres: BDSM, Anal, Schwul, die Schlampe von Nebenan, geile Hausfrauen, junge Huren -- alles war vertreten. Als Pornofilmkenner, der ich mittlerweile war, wunderte ich mich, wie der Betreiber des Kinos nur so treffsicher Filme auswählen konnte, die allesamt am untersten Niveau rangierten. Vermutlich war das eine Kostenfrage. Dieser Schrott kann bei den Fixkosten des Pornokinounternehmens jedoch nur in sehr geringem Maße zu Buche geschlagen haben. Draußen, vor meiner Tür hörte ich die Wandersmänner „vorbeicruisen". Keiner betrat die Kabine neben mir. Jetzt wenigstens ein bisschen selbst wichsen? Die Lust darauf war mir aber gründlich vergangen. Ich blieb noch eine Weile sitzen -- die Hoffnung stirbt zuletzt -- und nahm mir vor, es mir später selbst zu machen, und dabei wenigsten einen besseren Pornofilm anzuschauen.
    
    Es muss an mir liegen und nicht an anderen Männern. Denn auch zwei weitere Kinobesuche in unterschiedlichen Kinos brachten nicht das gewünschte Ergebnis. Einmal ging sogar etwas ab, allerdings auch nicht in meinem Sinne. Nachdem mir nie ein ...
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