1. Un regard en arrière - Zurückblicken Kap. 04


    Datum: 09.11.2021, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: bydarkman43

    ... war sichtlich beeindruckt und fühlte sich gut ein Teil dieser Institution zu sein.
    
    „Sprechen wir aber nun auch einmal von Ihnen. Ihre Prüfungsergebnisse sind herausragend. Über ihre praktischen Leistungen habe ich von Hanno Hebmüller aber auch von Henning Baum nur das Beste gehört. Bei diesen Voraussetzungen wären sicherlich auch lukrativere Fachgebiete wie Inneres und Notfallmedizin möglich gewesen. Auch habe ich gehört, das sie ein Angebot der angesehenen Privatklinik Borgmann ausgeschlagen haben. Wieso sind sie dann bei uns gelandet?"
    
    Zunächst erläuterte Julia offen warum sie nicht zu Borgmann wollte. „Was den Fachbereich angeht, das ist schwierig, Ich bin Ärztin geworden, um Medizin zu praktizieren. Ich möchte den Menschen helfen, für mich persönlich steht der Verdienst erst an zweiter Stelle. Ursprünglich hatte ich großes Interesse an der Chirugie. Dort habe ich deutlich länger wie nur die Pflichtzeit gearbeitet. Doch sehen sie mich an, ich bin nicht die Längste und auch nicht die Kräftigste. Mir fehlt für dieses Handwerk einfach ein Stück Robustheit. Für das Feine und Filigrane bin ich eher geeignet. Die längste Zeit in der Abteilung habe ich in der Handchirurgie zugebracht und war auch ganz gut. Leider war dort die Stelle für die Facharztausbildung bereits an einen Chefarztsohn vergeben. Hätte ich gewartet, hätte ich ein ganzes Jahr verloren. Aber auch der internistische Bereich ist interessant und besonders viel habe ich im Herz- Kreislaufbereich gearbeitet. ...
    ... Die Kardiologie als Fachbereich war mir zu technokratisch. Ich spreche lieber mit Patienten wie mit Maschinen. So bin ich im Notfallsektor gelandet, was mir auch viel Spaß macht."
    
    „Gut" fuhr Sorokin fort, „bevor wir gleich mal eine Runde durch die Klinik drehen, möchte ich mit offenen Karten spielen und sagen was ich mir für Sie überlegt habe. Die Oberarztstelle in Hamburg habe ich für sie mit einer Dauer von ein bis eineinhalb Jahren vorgesehen. Baum wird ihnen ja berichtet haben, das wir auch hier auf Sylt eine Notfallabteilung einrichten. Das wird innerhalb der nächsten drei Monate geschehen und soll ein Provisorium darstellen in einem Pavillon hier im Park. Wir werden hier aber bauen und eine Station in der Größe wie in Hamburg errichten, ebenfalls mit Kurzzeitstationen und OP Bereich. Baugenehmigungen dauern hier auf der Insel leider etwas länger. Dann muss auch der Bau noch vollzogen werden. Bis das ganze Projekt schlüsselfertig sein wird, werden etwa zwei Jahre ins Land ziehen. Wenn wir in die Ausstattung und Fertigstellung gehen, also etwa drei bis sechs Monate vor Inbetriebnahme, möchte ich Sie gern herholen. Wenn sie einverstanden sind und wir uns auf einen fünf Jahresvertrag mit Option auf weitere fünf Jahre einigen können, soll das Ihr Baby werden."
    
    Julia riss die Augen auf und wusste nicht wie ihr geschah. Das war ein einmaliges Angebot. Sie war froh, als Sorokin ihr sagte, dass sie in Ruhe darüber schlafen sollte. „Danke für das tolle Angebot. Ehrlich gesagt ...
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