1. Lucia - Leben einer Konkubine 01


    Datum: 03.12.2021, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: bySecretSerenade

    Rom im 1. Jahrhundert v. Chr.
    
    Mein Name ist Lucia. Von meiner Geburt an lebte ich in Sklaverei. Meine Eltern, ebenfalls Sklaven, mussten mich weggeben. Ich wurde verkauft auf dem Sklavenmarkt in Rom an meinen jetzigen Herrn, einen heute 52-jährigen Senator namens Titus. Ich kenne auch seine Frau, Amelia, und seine beiden Kinder, Marcus und Julia. Beide sind in etwa in meinem Alter. Er lebte in einer Villa in einem äußeren Bezirk Roms. Aufgrund seiner Position gab er regelmäßig Gelage, zu denen zahlreiche Gäste kamen. Im Hausstand lebten neben mir noch eine Vielzahl weiterer Sklaven.
    
    Meine ganze Kindheit über hatte ich kaum Kontakt mit anderen Angehörigen der familia. Ich lebte in einem kleinen Zimmer, das nicht mehr enthielt als eine Pritsche, einen Tisch mit Stuhl und einen Waschkübel. Zwei junge Frauen, Sybilla und Tertia, waren für mich zuständig. Sie lehrten mich die wichtigsten Hausarbeiten, erklärten mir meine Fragen, halfen mir beim Waschen und brachten mir etwas zu essen. Selten sah ich den Hausherrn oder seine Frau. Durch ein kleines Fenster beobachtete ich auf dem Hof manchmal wie andere Sklaven Tätigkeiten verrichteten. Selbst musste ich nicht arbeiten.
    
    Nach der sorgenfreien Kindheit begann meine Ausbildung. Sybilla brachte mir jeden Vormittag eine Pergamentrolle und eine Wachstafel. Auf den Rollen waren Zeichnungen der menschlichen Anatomie, die ich bis zum Nachmittag mit einem Griffel ins Wachs abgezeichnet haben musste. Abends stellte sie sich meinen ...
    ... Fragen. Ich lernte zum ersten Mal den Unterschied zwischen dem Körper eines Mannes und dem einer Frau kennen. Ich lernte, verschiedene Körperteile zu benennen, wie etwa das männliche Glied. Sybilla, die damals schon 3 Kinder geboren hatte, erklärte mir, wie es zu einer Schwangerschaft kommt und was diese bedeutet. Tertia begann mich darin zu unterrichten, meine Haare zu flechten und zu pflegen, mich ordentlich einzukleiden und erklärte mir die Herstellung und Wirkung so mancher geheimnisvoller Düfte.
    
    Eines Tages, als ich volljährig war, kamen Tertia und Sybilla in meine Stube. "Es ist an der Zeit, deine Ausbildung nun fortzuführen. In den letzten beiden Jahren hast du Vieles gelernt, was dir in deinem zukünftigen Alltag nützlich sein wird. Bis du dazu bereit bist, müssen wir dir noch ein paar letzte Grundlagen zeigen und gute Ratschläge mit auf den Weg geben." Ich nickte. So richtig verstanden hatte ich nicht, was mich erwarten würde.
    
    Tertia öffnete ihren Gürtel und lies die Tunika zu Boden gleiten. Nackt, wie ich noch nie einen anderen Menschen gesehen hatte, stand sie vor mir. Ihre Brüste waren voll und groß, anders als die meinen. Und zwischen den Beinen war kein krauses, dichtes Haar, wie es bei mir gewachsen war. Sie war dort so glatt und unbehaart wie am restlichen Körper. Sie öffnete vor mir die Beine. Ich war irgendwie aufgeregt. Dies war etwas vollkommen Neues für mich.
    
    "In Sybillas Zeichnungen hast du die Namen vielleicht schon gelernt, aber es ist etwas ganz ...
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