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Kiss the Cook Kapitel 03
Datum: 15.01.2022, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byAldebaranKastor
... ich mich bemerkbar, indem ich die laufende Musik langsam nach unten dimmte und die Leute ihre Köpfe in meine Richtung drehten. Schon das Intro, ohne den Einsatz des Lasers war gewaltig. Ich hatte ihn auf der Basis von Blitzen programmiert, die aus vier an den Ecken angebrachten Elektoblitzen einzeln angesteuert wurden. Ein Gewitter hätte nicht mehr bringen können. Am Ende des Intros knallte es und der ganze Raum war vollkommen ohne Licht. Wenn man meinte, dass jetzt der Strom ausgefallen wäre, dann hatte man sich getäuscht. Zuerst begann die Musik nur sehr leise und ein einzelner dünner grüner Lichtstrahl durchschnitt die Dunkelheit, leuchtete wie eine Schnur im Zigarettenqualm. Ich will hier nicht auf die ganze Show eingehen, aber es war wunderschön. Fächer durchschnitten den Raum, wurden aufgeteilt und von Spiegel in den Ecken weiter verteilt und gebrochen. Diese Show lief eine viertel Stunde und ich wusste wieder, wozu ich das tat, einmal davon abgesehen, dass ich Spaß daran hatte. Während die Lasershow ablief, hatte ich Zeit mich umzusehen, denn es war alles programmiert. Damit es nicht auffiel, schaute ich nur ab und zu in die Richtung von Bea. Die schien sich nicht sonderlich für die Show zu interessieren denn sie stand noch immer bei dem Mann und diskutierte augenscheinlich immer noch mit ihm. Dann, kurz bevor die ...
... Show endete und ich mich darauf vorbereitete, trennte sich der junge Mann von Bea, ging schnell quer durch den Raum und verschwand in Richtung Treppe. Dabei sah er nicht glücklich aus. Ich sah zu Bea herüber, die jetzt zum ersten Mal meinem Blick begegnete. Sie lächelte mich an, aber das Lächeln sah nicht echt aus. Irgendetwas war passiert, was nicht gerade fröhlich machte. Die Show war zu Ende und das Licht ging wieder an. Einige der Leute johlten und alle klatschten. Es war ein großer Erfolg, und als ich mich verdrücken wollte, kamen zwei der jungen Männer auf mich zu und fragten, ob ich ihnen das zeigen könnte. Ihre Technikbegeisterung war groß und sie sahen sich alles genau an. Währenddessen ging die Party weiter und man nahm mich nicht mehr als das wahr, was ich war. Christinas Vater. Was mich wunderte war, dass ich mehr oder weniger integriert wurde. Der Altersunterschied war nicht wichtig. So saß ich wenig später selber vor dem Tresen und unterhielt mich mit den jungen Leuten. Es machte mir unheimlich Spaß und Christina schien nichts dagegen zu haben. Dann war mein Glas leer und ich öffnete meinen Giftschrank, wie ich ihn nannte, um mir noch einen einzuschenken. Schnell hatte ich die richtige Flasche für den Abend gefunden, schenkte mir einen ein und hörte auf einmal dicht an meinem Ohr: „Bekomme ich auch einen?"