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Kiss the Cook Kapitel 03
Datum: 15.01.2022, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byAldebaranKastor
... einen Moment sortieren. Ich konnte es noch nicht glauben, aber wenn ich an mir herunter sah und das entleerte Gefühl wahrnahm, welches meine Lende durchzog, dann musste es wohl so gewesen sein. Erst nach einer ganzen Weile drehte ich mich zum Tresen, stellte die beiden Flaschen endlich ab und zog mir selber die Hose hoch. Dann machte ich noch den letzten Drink fertig und ging mit dem Tablett auf die Terrasse. Doch die Mädels langen nicht mehr auf den Liegen, denn es war ihnen zu warm geworden und es hatte sie in den Swimmingpool getrieben. Hier alberten sie herum, spritzten sich gegenseitig nass waren quietschvergnügt. Ich ging zum Rand des Pools und stellte die Gläser der Reihe nach darauf. „Danke", kam es im Chor von den vier und ich grinste sie an, während sie sich ihren Wasserspielen widmeten. So gut hätte ich es auch gerne gehabt, aber mich rief endgültig meine Arbeit und ich verschwand im Arbeitszimmer. Hier angekommen zog ich den inneren Vorhang zu, so leid es mir tat. Ich wusste, wenn ich das nicht machte, dass würde es nichts mehr mit arbeiten werden. Der Rest des Tages verlief ruhig, sehr ruhig. Ich hörte die Vier zwar noch ein paar Mal gedämpft lachen, das war alles. Irgendwann hörte ich die Außentür zufallen. Danach ging auf meine Tür vorsichtig auf und das Köpfchen von Christina erschien. „Danke Paps, war nett von dir uns so zu verwöhnen. Ach übrigens, die Mädels und ich würden gerne einmal eine Party in unserem Keller feiern. Bea hatte mich ...
... nämlich gefragt, ob es so etwas in diesem schönen großen Haus gäbe." Ich sah Christina an und mir kamen blitzartig ein paar Bilder in den Kopf. „Kar könnt ihr das machen, sag mir nur vorher Bescheid, damit ich ein paar Schätze vorher wegräume. Ihr müsst ja nicht unbedingt daran rumnuckeln. Einmal davon abgesehen mögt ihr das sicher auch gar nicht." „Klar Paps, wir wollen deinen geliebten Whiskey gar nicht. Wir wollen doch nicht, dass uns Haare auf der Zunge wachsen!" Damit verschwand sie und ich blieb den Rest des Tages alleine. Die nächsten Tage hatte ich so viel zu tun, dass ich gar nicht richtig dazu kam, an anderes zu denken, denn der Abgabetermin für mein neustes Werk rückte bedenklich näher. Immer wenn es in die heiße Phase ging, dann schottete ich mich von der Außenwelt ab. Keine E-Mails mehr, kein Internet sofern nicht zur Recherche nötig. Ich ging nicht einmal ans Telefon. Nur kleine Pausen zum Essen und eine größere zum Schlafen, denn müde konnte man sich nicht konzentrieren. Zwei Tage vor dem Abgabetermin war das Buch fertig und ich fuhr zum Verlag, um es abzugeben. Immer wenn ich nach der Abgabe eines Romans nach Hause kam, ging ich in den Keller, suchte mir eine Flasche aus, goss mir einen großen Becher von dem edelsten Whiskey ein, den ich gerade bevorzugte und ging damit nach oben. Dann setzte ich mich in meinen Schreibtischsessel, machte mir Musik an und trank den Becher langsam aus. Wie hieß es doch so schön: „Nach dem Spiel ist vor dem ...