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Drei Wochen (Autor 4)
Datum: 15.01.2022, Kategorien: Bisexuell, Autor: Jenpo
... erfolgte ein leises Knacken und bevor Jens öffnen konnte wurde die Tür schwungvoll von innen aufgerissen und Marlene stand glücklich lächelnd im Türrahmen. Bevor Jens etwas sagen konnte fiel ihm Marlene um den Hals, presste ihre geöffneten Lippen auf Jens Mund und begann ihn innig zu küssen. In diesem Moment fühlte sich Marlene glücklich, fühlte sich Marlene angekommen, ein Gefühl, welches sich über den ganzen Tag aufgebaut hatte. In jeder Minute die verronnen war, waren wieder die Erinnerungen an Jens stärker geworden, Erinnerungen an sein Lächeln, seine Augen, wie es war in seinen Armen zu liegen. Natürlich hatte es auch Maria bemerkt, wie sie glücklich vor sich hingelächelt hatte, hatte auch gelächelt, nachdem Marlene auf die Frage, "Jens?", leicht errötend genickt hatte. Schon 15 Minuten vor der geplanten Ankunftszeit war sie am Fenster gestanden und war, so schnell es ihre hochhackigen Schuhe zugelassen hatten, zur Haustür gestürmt, nachdem Jens in die Einfahrt gebogen war. "Endlich", sanft streichelte Jens mit seinen Fingerkuppen über Marlenes Wange, "ich kann dir nicht sagen, wie sehr ich dich vermisst habe." "Glaubst du ich nicht?", antwortete Marlene, spürte dabei den Stich der Lüge in sich, sie hatte ihn zwar vermisst, allerdings nicht täglich und zuweilen hatte sie ihn ja auch vergessen. "Komm", Marlene zog Jens ins Hausinnere, "Maria ersucht uns noch gemeinsam eine Tasse Kaffee zu trinken. Ich brühe ihn gleich auf." "Können wir nicht gleich aufbrechen?", ...
... fragte Jens, "Kaffee können wir auch bei dir trinken." "Bitte Schatz", hörte Jens, "die wenigen Minuten können wir auch noch warten. Hier durch die Tür, Maria ist schon da." Jens sah Marlene nach, wie sie in einem anderen Raum verschwand und war bemüht seine Eindrücke zu ordnen. Schon der erste Anblick Marlenes hatte ihm gezeigt, dass sie ihr Styling verändert hatte, andere Frisur, neue Kleidungsstücke, auf andere Art geschminkt. Oh ja, es stand Marlene ausgezeichnet fand Jens und doch schien es ihm als Tünche, die Marlenes Natürlichkeit überdeckte. "Hier Jens", riss ihn Marias Stimme aus seinen Gedanken, "danke, dass du dir die Zeit nimmst." "Maria", mit einem Nicken begrüßte Jens Maria und folgte ihr in den Raum, der von einem mächtigen Esstisch dominiert wurde. "Nimm doch bitte Platz", lächelte Maria freundlich und setzte sich selbst ans Kopfende des Tisches. Unschlüssig sah sich Jens um, er hatte plötzlich keine Ahnung wohin er sich setzen sollte. "Ist dir dieser Platz recht?", Maria zeigte auf den Stuhl links von ihr. Jens sagte nichts, setzte sich auf den angebotenen Stuhl und sah stumm Maria an. Auch diese sagte nichts, hielt jedoch auch Blickkontakt zu Jens. "Wie zwei Boxer vor einem Kampf", dachte sich Jens und verspürte abermals ein mulmiges Gefühl, da er sich fragte, was für einen Kampf es wiederum geben würde. Während Jens und Maria ihren Kampf der Blicke kämpften, versuchte Marlene ihre Gedanken, ihre Gefühle zu ordnen. Der Anblick Jens hatte in ihr eine ...