1. Drei Wochen (Autor 4)


    Datum: 15.01.2022, Kategorien: Bisexuell, Autor: Jenpo

    ... Unmenge an Endorphinen ausgeschüttet, dass sie vor Glück innerlich gebebt hatte. Sie sah dem herabtropfenden Wasser zu, welches auf das Pulver fiel, starrte auf den aus dem Filter rinnenden Kaffee, dachte daran, wie oft sie für Maria in diesen Wochen Kaffee gebrüht hatte und ein Schatten senkte sich über sie. Sie würde unter der Woche wieder alleine sein, Jens mehr als 300km entfernt. Öfter hatten sie darüber gesprochen zusammen zu ziehen und waren immer wieder zu dem Schluss gekommen, dass es für jeden ein großes soziales Risiko gewesen wäre. Sowohl sie als auch Jens hätten kündigen, hätten ihre Freunde hinter sich lassen müssen, wären dann womöglich finanziell zur Last gefallen. Sie gestand sich auch ein, dass sie im gewissen Maße auch neugierig war, welch weitere Exzesse Maria so lebte, war neugierig darauf, wie es sein würde, Teil dieser Exzesse zu sein, neugierig zu erfahren, wie weit ihre Unterwürfigkeit gehen würde.
    
    "Hier der Kaffee", beendete Marlene das Ringen der Blicke. Sie stellte die Tassen ab und setzte sich anschließend an Marias rechte Seite, Jens gegenüber. "Sehr gut Liebes", sagte Maria, nachdem sie den ersten Schluck zu sich genommen hatte. Jens fiel auf, dass Marlene ob dieses Lobs aufstrahlte und sein mulmiges Gefühl wurde noch stärker. "Ich will euch einen Vorschlag machen", begann Maria, nachdem auch Jens und Marlene einen Schluck genommen hatten. "Ich will euch vorschlagen, dass Marlene weiterhin bei mir wohnen bleibt und Jens sie, wie gewohnt, ...
    ... jedes Wochenende besucht. Keine Sorge, ich werde euch in Ruhe lassen, ihr würdet mich auch nicht sehen, wenn ihr es nicht wollt, ihr hättet jedes Wochenende ganz für euch. Was sagt ihr zu diesem Vorschlag?"
    
    Jens sah zu Marlene, sah, wie diese überrascht die Augen aufriss. Alles in ihm sträubte sich gegen diesen Vorschlag, er merkte, wie er aus lauter Ablehnung sogar leicht zu zittern begann. "Nein", brachte er heraus, war froh, dass seine Stimme nicht das Zittern seines Körpers wiedergab. "Weshalb nicht", fragte Maria nach, "was würde es denn an dem bisherigen Zustand ändern, ich nehme euch ja nichts weg." Kräftig atmete Jens durch, blickte dabei zu Marlene, glaubte dabei eine Bitte in ihren Augen zu erkennen, die er allerdings nicht deuten konnte. "Der Grund ist der", begann Jens, "ich könnte es nicht ertragen zu wissen, dass Marlene unter der Woche in deinen Armen liegen würde, die Wochenenden wären nur eine Art Almosen um mich still zu halten. Mit der Zeit würde mich auch Marlene als störenden Faktor betrachten, der sie an den Wochenenden einengt. Nein, nein und nochmals nein." "Wochenenden sagst du", reagierte Maria, "Einengung? Wie war es denn bisher? Marlene hat jedes Wochenende auf dich gewartet, das war keine Einengung?"
    
    Marlene war überglücklich als sie von Marias Vorschlag hörte. Sie fand, er war die Lösung aller Probleme, sie konnte mit Jens zusammen sein, wäre auch unter der Woche nicht mehr einsam und wäre auch bei Maria. So sehr sie sich über Marias Vorschlag ...