1. Der Schmied aus Intal Kapitel 35 bis Ende


    Datum: 19.03.2022, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byAldebaranKastor

    ... sich und strich sich damit über den ganzen Körper, bis er aschgrau war, kniete sie sich hin und begann Klagelieder zu singen. Sie nahm auf diese Weise Abschied von ihm und nur Alia und ich, durften dabei sein. Niemand anderes wurde geduldet. Alia wusste nicht, ob sie es durfte, doch sie entkleidete sich ebenfalls und wiederholte das Gesehene. Später kniete sie vor Mora und nahm sie in die Arme. Die beiden blieben lange in dieser Position. Erst als es dunkel war, lösten sie sich voneinander, standen auf und gingen Hand in Hand zu unserem Haus.
    
    Eines werde ich nie verstehen. Als der nächste Tag anbrach, war Mora wie an jedem anderen Tag. Als wenn der Abschied von ihrem Mann endgültig das Ende bedeutete. Sie verlor nie mehr ein Wort über ihn.
    
    Zwei drei Tage später wussten wir das Alia nicht schwanger geworden war. Sie hatte den Samen empfangen, aber es war zum falschen Zeitpunkt gewesen. Vielleicht lag es auch daran, das Zago keine Kinder zeugen konnte. Später erfuhr ich, dass Sklaven oft unfruchtbar gemacht wurden. Je nachdem welche Arbeit sie bekamen, wurde ihnen, wenn sie noch jung waren, auf die eine oder andere Weise die Fruchtbarkeit genommen. Er hatte Glück gehabt. Einigen wurde mehr angetan und hätten mit einer Frau nichts mehr anfangen können.
    
    Was Alia nicht gewusst hatte, war, welche Auswirkungen es hatte, dass sie an diesem Ritus am Feuer mitgemacht hatte. Eine Weile später sagte Mora es ihr. Nach ihren Bräuchen durften es nur die Frauen des Mannes, der ...
    ... verbrannt wurde. Damit hatte sie sich dazu bekannt, seine Frau zu sein. Da Frauen in ihrer Heimat nur einen Mann haben durften, war Mora streng genommen jetzt gleichzeitig die Frau von mir.
    
    Alia sah sie komisch an. Mora musste laut lachen. Es war ihr bei der Sache nicht ernst gewesen, es konnte niemand von uns wissen.
    
    Trotzdem sagte sie ab jetzt zu mir, wenn kein anderer anwesend war, Ehemann zu mir. Sie lächelte dabei von einem Ohr zum anderen. Es machte ihr Spaß mich damit aufzuziehen. Wenn sie es auf die Spitze trieb, fragte sie schelmisch, wann ich dazu bereit wäre, sie endlich zu beglücken. Sie meinte es nie ernst und zog sich schnell zurück, damit ich sie nicht übers Knie legte.
    
    Ein paar Tage später kam Rea zu uns. Sie wollte für eine kleine Weile die Stadt verlassen. Rikan war mit meinem Herrn unterwegs und würde erst in ein paar Wochen zurückkommen.
    
    Es war, als wenn sie nie weg gewesen wäre. Wie selbstverständlich nahm sie das Haus in Besitz und war sofort ein Teil von ihm.
    
    Es wurde dunkel. Als es Zeit wurde zu Bett zu gehen, stand Rea auf und schob wie selbstverständlich ein Bett an unseres. Alia und ich waren erstaunt, sagten aber nichts. Sie zog sich aus und stieg nackt unter die Decke. Ich hatte sie lange nicht mehr gesehen, doch ihre Figur hatte sich kaum verändert. Sie war schmal um die Hüften und ihre Brüste waren nicht größer geworden, aber nicht mehr so fest wie vor einiger Zeit.
    
    Die Zeit ging an allen nicht spurlos vorbei. Rea legte sich auf den ...
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