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Kiss the Cook Kapitel 02
Datum: 26.03.2022, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byAldebaranKastor
Kapitel 2 Ich war immer noch verwirrt, aber tat es als Dankeschön dafür ab, dass ich ihr Buch lesen würde. Ich ging zurück in mein Arbeitszimmer und wollte mich erneut meinem Roman widmen, doch die Konzentration darauf, war endgültig verschwunden. Da ich nicht mehr damit weiterkam, nahm ich den Stick den Bea mir gegeben hatte, auf dem der Roman abgespeichert war. Ich klappte den Deckel des Laptops hoch und öffnete die Datei, die mit dem Titel des Romans bezeichnet war. Bea hatte eine nette Geschichte geschrieben, die leider ohne Höhen und Tiefen daher kam. Der Handlungsstrang war zwar geradlinig, aber nicht überraschend. Man wusste, bevor man weiter las, wohin die Reise ging. Handwerklich war das Werk perfekt, fast zu perfekt. Kein Fehler, grammatikalisch in Ordnung. Das hatte ich jedoch von ihr nicht anders erwartet. Irgendwann hatte ich alles durchgelesen und mir währenddessen mehrere Notizen gemacht. Jetzt verfasste ich schriftlich ein Resümee. Es war etwas anderes als sonst und es befreite meinen Kopf von allem anderen. Zum Schluss kopierte ich meine Datei auf den Stick und wollte ihn abziehen. Aber dann kam meine Neugierde durch. Auf dem Stick waren noch mehr Dateien, was normalerweise nicht sein sollte. Ich konnte mir auch nicht vorstellen, dass Bea es vergessen hatte, diese zu löschen, dafür kam sie mir in ihrer Handlungsweise zu perfekt vor. Die erste Datei hieß nur „weitere Geschichten". In ihr waren aber keine weiteren Geschichten, sondern ...
... Gedankenfetzen, die sie festgehalten hatte, um daraus irgendwann einen neuen Text zu machen. Ähnlich machte ich es, wenn ich eine Idee hatte. Es gab bei mir ebenfalls eine Datei, in die ich diese schrieb. Man konnte jedoch an diesen Gedankenfetzen erkennen, dass Beas Interessen, weit gestreut waren. Es bezog sich nicht auf nur auf ein Thema oder Genre. Sehr interessant. Dann hatte ich diese Datei gesichtet und kam zu der dritten, letzten Datei auf dem Stick. Sie hieß Urlaub und war relativ groß. Ich klickte sie an und war überrascht. Es waren Dutzende von Fotos, die noch nicht sehr lange her sein konnten, den auf dem Ersten war Bea zu sehen, wie ich sie kannte. Das Bild zeigte sie, ihre glasklaren Augen und die Stupsnase. Dann kamen ein paar Aufnahmen von der Gegend, in der sie Urlaub gemacht hatte. Dabei konnte ich nicht erkennen, wo es war, nur anscheinend am Meer oder einem großen See. Ein gegenüberliegendes Ufer konnte man nicht erkennen, nur in der Ferne verschwindende Dünen oder Sandhügel ohne Bewuchs. Nichts wirklich Interessantes für mich, da mir die Hintergrundinformationen dazu fehlten. Dafür waren die letzten drei Fotos interessanter. Das Erste davon zeigte Bea im Sand einer Düne liegen. Sie schien zu schlafen und hatte auf dem ersten Bild, außer einem Bikini, nichts an. Jetzt konnte man ihre Körperbau erst richtig erkennen. Ich vergrößerte das Foto so groß, dass sie den gesamten Bildschirm ausfülle. Bei der gewählten Auflösung war das kein Problem. ...