1. Der Fernfahrer 11


    Datum: 10.04.2022, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: bysirarchibald

    ... ich nur getan? Wie konnte ich mich nur so aufführen?" fragte sie mehr sich als mich, ihren Zweifeln mit leiser Stimme Ausdruck gebend.
    
    "Magst du mich überhaupt noch? Willst du mich überhaupt noch zur Frau, wenn ich mich anderen Männern so schamlos hingebe? Kannst du mich nach all dem noch lieben?"
    
    Hier half kein naßforsches Getue.... Behutsamkeit, Einfühlungsvermögen war gefragt.
    
    "Dasselbe könnte ich dich fragen. Schließlich bin ich es, der dich schon seit Jahren hintergeht."
    
    "Ja du... du bist ja auch ein Mann... und außerdem habe ich dir nicht gegeben, was du dir so von mir gewünscht hast. Du hast ja oft genug gesagt und angedeutet, was du dir von mir erhofft hast... aber ich... so schamlos... so hemmungslos... drei Männer zugleich... wie eine Nutte... schlimmer noch vielleicht... denn... ich... ich hab's genossen."
    
    "Mein Kleines," nahm ich Anke in meine Arme, "selbstverständlich liebe ich dich... und seit heute vielleicht sogar noch mehr als jemals zuvor... und wie du dich aufgeführt hast? Was ist daran schlimm? Was ist Schlimmes daran, wenn man seine Lust auslebt? Ist es ein Verbrechen? Hast du andere Leute verletzt?
    
    Irgendwie bin ich sogar stolz auf dich. Stolz darauf, daß du dich so gehen lassen kannst. Geahnt und gehofft habe ich das ja schon immer, ich wußte nur nicht, wie ich dich dazu kriegen sollte. Vielleicht mußte die Zeit auch erst reif werden. Ja, doch, ich bin stolz darauf, daß du meine Frau bist und ich liebe dich."
    
    Ich sagte das nicht ...
    ... nur so hin, um Anke zu beruhigen. Ich meinte, was ich sagte, wirklich so und als Anke just diese Frage stellte, nickte ich nur.
    
    "Beweis' es mir, beweis' mir, daß du mich liebst," forderte sie.
    
    "Wie? Womit? Was soll ich tun?"
    
    "Indem du jetzt, vor meinen Augen mit einer anderen... eine andere... fickst."
    
    "Hähh....?"
    
    "Tu' es! Tu' es für mich. Ich will es sehen!"
    
    "Aber ich habe doch vorhin schon..... Gudrun!"
    
    "Ich weiß. Aber das war etwas anderes und ja auch nicht bis zum Ende... Außerdem... vorhin war ich so erregt, daß ich es kaum richtig mitbekommen habe. Jetzt kann ich es bewußt erleben und genießen... ja... genießen will ich es... mich aufgeilen an dem Anblick deines Schwanzes... wenn du ihn, steif und prall, in eine andere Frau steckst... sie stößt und rammelst und dann in sie hineinspritzt.."
    
    "Und wen..?"
    
    "Die Kerstin. Warte, ich bitte sie zu uns..."
    
    Kerstin, schon immer mit einem phantastischen Gehör ausgestattet, hatte im wesentlichen verstanden, was Anke und ich gesprochen hatten.
    
    "Ich komme schon," lächelte sie und schlängelte sich durch die Leiber der anderen zu uns hin. In erneut beginnender Erregung beugte Anke sich zu ihr, flüsterte:
    
    "Wenn du magst, Kerstin, mache ich dich jetzt heiß... bereit für meinen Mann. Magst du?"
    
    "Welch eine Frage! Natürlich mag ich mit Michael."
    
    "Nein, nicht so... nicht du mit Michael.. ich meine... magst du, daß ich... äääh... mit einer Frau..."
    
    "Ach, du meinst, ob ich es mag, von dir..... ...
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