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Der Fernfahrer 11
Datum: 10.04.2022, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: bysirarchibald
... Flüssigkeit aufnahmen, und die durch ihre Leckspiele die fünfte noch einmal mit in den Strudel der höchsten Lust rissen. Der gemeinsame Höhepunkt der fünf Frauen geriet gleichsam zum "Finale furioso". Danach herrschte erst einmal Ruhe, eine schöpferische Pause sozusagen, in der jeder von uns das Erlebte "verdaute". Und danach kam der Beifall, der in diesem Fall so aussah, daß jeder zu Anke ging und ihr in irgendeiner Form seine Dankbarkeit ausdrückte, was zugleich auch ein herzliches Willkommen bedeutete. Ich z.B. küßte Anke auf den Mund, der trotz Babsens Bemühungen immer noch nach mir und Knut schmeckte, Joan kraulte Ankes haariges Dreieck und Harald preßte seine Lippen in ihren Nacken. Anke genoß diese Liebkosungen sehr und schnurrte vor Wohlbehagen wie eine Katze. Die Erregung in uns allen war aber noch keineswegs abgebaut. Das bewies zum einen die Tatsache, daß wir Männer nur halb abgeschlafft waren und bei den Frauen die leuchtenden, glitzernden Augen. Nach dem Besuch einer Oper folgt meistens der Besuch in einer Bar mit schummeriger Beleuchtung, wo man sich unterhalten und den Abend ausklingen lassen kann. So war es, um im Bild zu bleiben, auch bei uns, nur, daß unsere "Bar" ein einziges gemütliches Séparée war. Pärchen fanden sich und begannen, sich miteinander zu beschäftigen, suchten sich ein Fleckchen auf dem Teppich oder kletterten auf eine der Couchen. Trotzdem blieben wir aber alle so nah zusammen, daß jeder den anderen irgendwie erreichen ...
... konnte. Und bald schon erfüllte wiederum ein lustvolles Stöhnen hier, ein überraschtes Kicksen da den Raum. Harald und Joan, Rüdiger und Babs, Gudrun und Knut hatten sich zusammengefunden und ich und Anke selbstverständlich. So kam es, daß Kerstin "übrigblieb", was tatsächlich aber nicht zutraf. Da wir alle dicht beisammen waren, bedeutete es für sie keine Schwierigkeit die eine hier, den anderen da zu liebkosen und selbst auch Zärtlichkeiten aller Art entgegenzunehmen. Niemand fühlte sich auch nur im geringsten gestört, wenn sich ihr Mund an diesem Penis oder ihre Finger in jenem Schritt zu schaffen machten. Nur mich und Anke ließ sie etwas außer acht. Mit der ihr eigenen Feinfühligkeit hatte Kerstin sofort erkannt, daß Anke noch ein wenig Zeit benötigte. Zeit, um zum einen das, was sie noch eben erlebt hatte, mental zu bewältigen und Zeit, um sich richtig und vollständig zu öffnen. Auch die Blüte einer Blume braucht Zeit um sich zu öffnen und in ihrer ganzen Pracht darzubieten. "Okay, okay," maunzte Kerstin, als sie Ankes inneren Widerstand spürte, "du mußt jetzt wohl noch ein bißchen allein sein mit dir und Michael. Es war für dich wohl doch ein bißchen viel auf einmal. Vielleicht bin ja später willkommen." Und so war es, zuviel war auf Anke eingestürzt, möglicherweise auch hatte sie sich in ihrer Erregung zu weit vorgewagt, denn wie schutzsuchend umklammerte sie mich, barg ihren Kopf an meiner Brust, mit fahrigen Händen über meinen Körper streichelnd. "Was hab' ...