1. Der Fernfahrer 11


    Datum: 10.04.2022, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: bysirarchibald

    ... sein müssen. Wenn ich auf der Fete nicht völlig groggy sein wollte, durfte ich mein Pulver nicht vorzeitig verschießen.
    
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    "Was ziehe ich nur an.... was soll ich bloß anziehen?" lamentierte Anke am übernächsten Abend, als wir uns für die Einladung fein machten, "ich habe nichts anzuziehen."
    
    Wenn ich doch bloß hätte sagen dürfen, daß es darauf überhaupt nicht ankam, daß Anke sich, wenn alles klappte, so, wie wir alle uns das vorgestellten, im wesentlichen nur in Reizwäsche und vielleicht noch nicht einmal darin, bewegen würde.
    
    Unter ständigem Jammern über ihre mangelhafte Garderobe und über ihre verschrobene Figur kleidete Anke sich an.
    
    Wenigstens bei der Wäsche konnte sie dank unseres Großeinkaufs aus dem Vollen schöpfen. Anke wählte zunächst ein karminrotes Korselett mit dazu passendem Slip-ouvert. Ich riet ihr aber davon ab. Zwar gefiel es mir gut, aber am Abend zuvor hatten unsere Frauen untereinander vereinbart, wessen Wäsche welche Farbe haben sollte. Gudrun würde ein helles Blau, Kerstin champagner, Joan weiß und Babs rot tragen. Für Anke war schwarz vorgesehen und für Simone mintgrün oder lachsfarben.
    
    "Warum soll ich das nicht anziehen? Was ist dagegen einzuwenden?"
    
    "Nichts... nichts.... nur meinst du nicht, daß sich die Farbe mit der des Kleides, schließlich ist es tief ausgeschnitten, irgendwie beißt?"
    
    "Doch ja, du könntest recht haben. Was meinst du denn, was ich anziehen ...
    ... könnte?"
    
    Ich wühlte in dem Stoß seidiger Wäsche herum und zog eine schwarze Garnitur, BH, String, Straps hervor, die im wesentlichen aus Spitze bestand, unter der Ankes leicht gebräunte Haut hell hervorschimmern und zu dem Schwarz einen erregenden Kontrast bilden würde.
    
    Wir hatten noch Zeit, so daß ich es mir leisten konnte, Anke beim Anziehen zuzusehen. Es bereitet mir ein unsägliches Vergnügen, das zu tun. Umgekehrter Strip-tease.
    
    Die Bewegungen des Körpers und der Hände, dies Zupfen hier und Glattstreichen da, bis alles richtig sitzt, übt einen starken Reiz auf mich aus. Und erst das Anziehen der Strümpfe! Wie das feine Gespinst über die Beine hinaufgleitet, der Griff zu den Strapsen, das Befestigen der Strümpfe an ihnen, vor allen Dingen an den inneren Strapsen, dann, wenn der eigene Handrücken wohl oder übel, weil es gar nicht anders geht, sich flüchtig auf den eigenen Schamhügel preßt, die unter dem Höschen verborgenen Schamlippen berühren muß. Das Spreizen der Beine, das Verbiegen und Drehen des Körpers, um zu sehen, ob die Nähte auch nicht schief sind. Das alles ist geeignet, meinen Puls erheblich zu beschleunigen.
    
    Auch Anke hatte das mittlerweile bemerkt und sie verhielt sich entsprechend. Daß auch sie es gern mochte, wenn ich ihr zusah, konnte ich an ihren glänzenden Augen ablesen.
    
    Anke war, nachdem wir losgefahren waren, seltsam still. Nur ihre Hände waren ruhelos. Immer wieder preßte sie sie hoch oben zwischen ihre Schenkel. Daß sie dabei ihr Kleid ...
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