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Der Kotzbrocken
Datum: 10.05.2022, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byarne54
... sie hatten nichts falsch gemacht, sie hatten genau das gesagt und getan, was tief aus ihrem Herzen kam. Irgendwann trennten sie sich und Hans-Werner zog seine Felicitas voll Liebe und Zärtlichkeit an und sie tat das Gleiche mit ihm. Dann verließen sie ihr Zimmer und machten sich auf den Weg zum Rest der Familie. Zu seiner Überraschung waren seine Eltern auch eingetroffen und saßen mit den Kindern an einem großen Tisch im Bistro und spielten „Mensch ärgere dich nicht". Laura sah die beiden zuerst, sprang zu ihnen und wollte in den Arm genommen genommen werden. „Wo wart ihr denn so lange?", fragte sie neugierig. „Tante Andrea hat es mir nicht gesagt." „Mama hat mir ihr Zimmer gezeigt und dann haben wir etwas geredet. Liebe Familie, Felicitas und ich haben eine wichtige Sache besprochen. . . „ „Bleibt sie bei dir wohnen?", platzte es aus Marianne heraus, was ihr einen Blick mit gerunzelter Stirn von seinem Vater einbrachte. „Marianne, lass ihn doch erst einmal ausreden", meine Georg, „du wirst es sicher gleich erfahren. „Ja, sie bleibt bei mir wohnen", sagte Hans-Werner ernst, „und zwar als meine Ehefrau. Ich habe ihr einen Antrag gemacht und sie hat ihn angenommen." Laura schaute verständnislos zu Fabienne, die ihr etwas ins Ohr flüsterte. Und dann brach ein Jubelsturm bei den Kindern aus, so dass sich Feli und HaWe fast nicht mehr von Umarmungen und Küsschen der beiden retten konnten. Marianne und Georg, Andrea und sein Schwager Christian, sowie ...
... seine Neffen waren außer sich vor Freude, als sie die gute Nachricht vernahmen. Dann reichte Hans-Werner Felicitas sein Telefon und schaute sie eindringlich an. „Ruf bitte deine Eltern an und teile ihnen auch die gute Nachricht mit. Ich möchte sie unbedingt so bald wie möglich kennenlernen und auch die Kinder wollen sicher Oma und Opa mal wieder sehen." Sie dachte kurz nach, dann nickte sie und wählte. Ein längeres Gespräch nahm nun seinen Lauf, das von wechselnden Emotionen geprägt war. Er bekam nur einen kleinen Teil mit, die Freude über Feli´s Entscheidung und das Unverständnis darüber, dass es ausgerechnet der Mann sein sollte, den sie doch so sehr gehasst und verabscheut hatte. Denn was sie ihren Eltern schon vor längerer Zeit erzählt hatte, war alles andere als schmeichelhaft. Und nun diese Wandlung. Natürlich wollten ihre Eltern mit ihm reden und Hans-Werner lud sie, wenn es ihnen möglich war und der Weg nicht zu weit war, über das Wochenende zu sich nach Hause ein. Zu Felicitas Überraschung stimmten sie auch direkt zu und man einigte sich darauf, dass seine Schwiegereltern in spe schon am Donnerstag kommen würden. So hätten sie etwas mehr Zeit um sich besser kennen zu lernen. Sie würden dann am Samstag mit ihm und den Enkelinnen ihre Tochter besuchen. Am Abend fuhr seine Schwester mit ihrer Familie wieder nach Hause. Hans-Werner, Felicitas und die Kinder gingen nach dem Abendessen noch ein wenig durch den Kurort spazieren und als Feli wieder auf ...