-
Der Kotzbrocken
Datum: 10.05.2022, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byarne54
... ihr Zimmer ging, nach einer langen Verabschiedung, sagte ihr HaWe, dass er sie morgen früh nach dem Frühstück und dem Ergometertraining abholen wollte. „Wie, du willst den ganzen Weg morgen noch einmal herfahren?", fragte sie verblüfft. „Nööö", erwiderte er grinsend, „ich habe in der Pension gegenüber für die Kinder und mich ein Zimmer . . . „ Weiter kam er nicht, da ihn Feli gegen die Brust boxte und scheinbar erbost ausrief: „Und du Schuft hast mit nichts davon gesagt!" „ . . . genommen", fuhr er fort. „Oder hast du vielleicht schon andere Pläne? Ohne uns? Einen Kurschatten vielleicht? Schatz, bei deinem Aussehen werden sogar die Scheintoten wieder munter." „Die interessieren mich nicht, für mich gibt es nur einen, sonst keinen. Komme da, wer da wolle." Sie umarmte ihn und küsste ihn so, dass er auch wusste wie sie das gemeint hatte. * Den Sonntag verbrachten sie gemeinsam und nachdem sich Felicitas sich abgemeldet hatte, fuhren alle vier in die nächste größere Stadt, wo sie einem ausgedehnten Bummel an den großen Schaufenstern vorbei machten. Zum Mittagessen ging es diesmal zu einem Griechen, wo Laura nach anfänglichen Misstrauen ihre Portion Gyros mit Tzatziki und Reis regelrecht in sich hinein schaufelte. Felicitas konnte nur ungläubig den Kopf über ihren Appetit schütteln. „Hausmannskost koche ich während der Woche, am Wochenende wird es dann Exotisch. Das sollen sie auch alles mal probieren", sagte Hans-Werner. „zumindest besteht ihr ...
... Wortschatz, was das Essen betrifft, nicht mehr nur aus Matensoße." „Mmmmmhhhhh, Maaatensooooße, guuuuuttt", stellte Laura fest und verbesserte sich sogleich. „Tooooomatensoße." Felicitas schaute Hans-Werner ungläubig an. „Tja, mein Schatz, du machst Rückenschule, wir machen ein bisschen Sprachschule." „Hoffentlich darf ich bald wieder heim", sagte sie energisch, „wer weiß, was ihr sonst noch alles anstellt. „Wir sind ganz brav", sagte Fabi, „wir helfen Papi beim Saubermachen, räumen unser Kinderzimmer . . ." Erschrocken schlug sie sich die Hand vor den Mund und blickte ihre Mutter entsetzt an. „Du meinst wohl, das Gästezimmer", sagte Felicitas. Hans-Werner mischte sich ein. „Nein Liebling, Kinderzimmer und nicht Gästezimmer. Du hast es ja schon gesehen, aber es wurde nie benutzt. Da es aber viel größer und heller als das Gästezimmer ist und einen großen Balkon besitzt, waren die Kinder und ich einer Meinung, dass es besser für sie geeignet ist. Schließlich ist das Gästezimmer für Gäste gedacht und nicht für unsere Kinder. Die brauchen ihren eigenen Bereich mit genügend Platz." „Aber da ist doch nur ein Bett drin. Wie habt ihr das gemacht?" wollte sie wissen. „Wir sind letzten Samstag bei dem Möbelhaus, wo ich damals das Zimmer geholt habe, vorbei gefahren und es ist gelungen, noch einmal das gleiche Bett und den passenden Schrank aufzutreiben. War ein bisschen kompliziert, aber jetzt haben beide die selben Möbel." Felicitas strich Fabienne ...