-
Der Kotzbrocken
Datum: 10.05.2022, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byarne54
... Schachtel zu öffnen. Er atmete tief durch, dann klappte er die Schatulle auf und hielt den Atem an. Eine wunderschöne goldene Gliederkette mit einem goldenen Herz funkelte ihm entgegen. Ein kleiner Rubin und ein wunderschöner hellblauer Aquamarin waren in das Herz eingelassen, die Steine die Liebe und Treue darstellten. Auf der Rückseite waren ihre drei Namen eingraviert. Hans-Werner war sprachlos. Tränen traten ihm in die Augen. Noch niemals hatte er so etwas wunderschönes und bedeutungsvolles bekommen. Er nahm Felicitas in seine Arme. „Ich danke dir, nein euch von ganzem Herzen, Liebste. Du weißt gar nicht, wie viel mir das bedeutet. Ich kann gar nicht mit Worten ausdrücken, was ich dir alles sagen möchte." „Das geht mir doch genau so, Schatz. Ich habe nur nicht gewußt, ob es dir auch gefällt." „Ob es mir gefällt? Es ist ein Traum. Aber selbst wenn es aus Lebkuchen wäre, dann würde es mir auch so gut gefallen." Langsam fasste er sich wieder. „Lebkuchen, wie? Dann würden es dir die Kinder noch heute wegessen, das kannst du mir glauben." „Du hast Recht, Schatz, dann doch lieber so. Drehst du dich mal bitte um, sei so lieb und mach einmal die Augen zu. Aber nicht schummeln!" „Versprochen, aber spanne mich nicht so lange auf die Folter." Hans-Werner holte das Etui aus seiner Tasche und öffnete es. Vorsichtig nahm er das Goldcollier, öffnete den Verschluß und legte es ihr um den Hals. Felicitas legte ihre Hand darauf, als wollte sie es ...
... zuerst nicht sehen, sondern vorerst nur fühlen. Dann rannte sie zum nächsten Spiegel und bestaunte das, was sich an ihren Hals schmiegte. Eine zarte, hochlegierte Kette, gefertigt aus filigranen, aber massiven Goldgliedern fühlte sich sehr angenehm auf ihrer Haut an. Die Krönung aber waren die beiden ineinander verschlungenen Herzen, eines aus Gold, das andere aus Platin, die mit kleinen Brillianten an den Schnittstellen verbunden waren. Felicitas wagte es kaum zu atmen. Sie drehte sich um und schaute Hans-Werner mit feuchten Augen an. „Du bist verrückt, HaWe, komplett verrückt. Das kannst du doch nicht machen. Ich bin das doch gar nicht wert." Sie erschrak, als sie bemerkte, was sie soeben gesagt hatte. Hans-Werner nahm sie an den Schultern und zog sie an sich. „Stimmt, ich bin verrückt. Ich bin verrückt nach dir, nach Fabienne und nach Laura. Durch euch habe ich etwas bekommen, was nicht übertroffen werden kann. Eure Liebe, eurer Vertrauen und ja, auch eure Freundschaft. Und du bist es wert. Sag nie wieder dass du es nicht wert bist. Du bist es und ich kann dir gar nicht das geben, was du eigentlich verdienst von mir. Ich habe nur meine Liebe und Treue für euch, alles andere ist nicht so wichtig." Felicitas sprang ihm in die Arme und beide beweinten gemeinsam ihr Glück. Dann schob sie Hans-Werner ein Stückchen von sich. „Morgen gehen wir die Ringe kaufen und du suchst sie aus. Du hast den besseren Geschmack", schob er nach, als sie widersprechen ...