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Polyamorie 02
Datum: 01.06.2022, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byBlackHatNCat
... Scheide. „Kriegst du deine Tage?" Ich hoffte, es sei nichts Schlimmeres. „Kann schon sein. Ich habe doch die Pille abgesetzt. Eigentlich müsste ich die erst in ein paar Tagen bekommen. Kann durch das Fisting jetzt schon ausgelöst sein." Wieder etwas, woran ich schuld war. Das musste aufhören. Ich musste wieder normal werden und anfangen, verantwortungsvoll zu handeln. Gegen 6 Uhr stiegen wir ins Auto und fuhren zum Krankenhaus. Ich hoffte, Doktor Samuel würde wieder Dienst haben und legte mir im Gedanken eine Erklärung zurecht. „Guten Morgen. Brandt ist mein Name. Ich bin mit meiner Tochter hier. Es gab da einen Unfall. Sie sollte mal untersucht werden. Ist eventuell Doktor Samuel da?" Ich stand in der Notaufnahme am Tresen und wartete mit Lena auf die Antwort der Krankenschwester. „Doktor Samuel ist Gynäkologe, was für ein Unfall war das denn?" Mist, was sollte ich jetzt antworten? Vergewaltigung? Nee, besser nicht. „Ich habe überall blaue Flecken. Ich bin die Treppe herunter gefallen", erklärte Lena und sah mich dabei an. Danke! „Dann ist ein Chirurg oder Internist besser. Gehen sie bitte in Raum 3. Ich schicke einen Arzt zu ihnen." Wir gingen in den Untersuchungsraum und warteten. Lena saß auf der Liege und stützte sich mit den Händen an der Kante ab. „Tut es sehr weh?", fragte ich besorgt nach. „Der Po schon. Ich kann mich gar nicht richtig hinsetzen." „Und ich dachte, die blauen Flecken sind schuld an deiner verkrampften ...
... Haltung." „Nö, das kribbelt nur, verglichen damit, wie mir der Arsch puckert." Wir mussten beide lachen. In dem Moment ging die Tür auf und eine Ärztin kam herein. Auch das noch. Bei einem Mann hätte ich mich wohler gefühlt. „Tanny", stellte sie sich vor und reichte uns die Hand. „Brandt", sagte ich genauso knapp. „Das ist Lena, meine Tochter. Sie ist die Treppe heruntergefallen und hat jetzt überall blaue Flecken", wiederholte ich Lenas Geschichte. „Machen sie sich bitte frei, das muss ich mir genauer ansehen." So gut es ging, zog sich Lena selber aus. Ihr Shirt hing am Kopf fest. Ich half ihr. „Oh, das sieht aber schlimm aus", bemerkte die Ärztin. „Am Rücken auch? Oh, ich sehe schon." Sie drehte sich zu mir und sagte ernst: „Aber das ist nicht von einem Treppensturz." Erwischt! „Stimmt. Das stammt nicht daher", gab ich klein bei. „Wir ... Nun ... wir haben ..." Wie sollte ich das beschreiben? „Sie haben ‚Fifty Shades of Grey' nachgemacht und es ist ausgeufert?!", schlug sie mir als Formulierung vor. Ich nickte. „So könnte man es sagen." „Das sind Abdrücke von einem Seil. Sieht nicht sehr professionell aus. Erklären sie mal genauer: Was ist passiert?" Wir erzählten ihr vom Bondage und zeigten auch die Beine. Dabei berichteten wir nicht alles. Wir ließen es so aussehen, dass sie mit Lisa die Fesselung durchgeführt und Spaß hatte. Wir erwähnten allerdings nichts vom Fisting oder dem wilden Sex mit mir. „Um innere Verletzungen ...