1. Polyamorie 02


    Datum: 01.06.2022, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byBlackHatNCat

    ... böse. Das ist mir vor Freude rausgerutscht." Sie zog mich am Mantelkragen herunter und küsste mich. „Sie hat bestimmt nicht gerafft, was abgeht."
    
    „Schon gut. Eigentlich hätte ich nicht schlecht Lust, dich dafür zu versohlen. Aber du hast von gestern noch nen wunden Hintern, will ich mal nicht so sein."
    
    „Och, im Grunde tut es gar nicht mehr weh. Ist nur sehr empfindlich." Sie streckte sich für nen weiteren Kuss. Dann flüsterte sie: „Lust auf nen richtigen Fick hätte ich schon. Da gibt's doch dieses kleine Waldstück, auf dem Nachhauseweg. Was hältst du von nem kleinen Pit-Stop am Waldrand. Mal den Kolben durchblasen lassen."
    
    Sie schaute mich mit ihrem Bettelblick an. „Wir müssen nach Hause. Lisa und Yasi sind alleine und wir haben da noch was offen von gestern", erinnerte ich sie unterschwellig.
    
    „Stimmt! Da ist noch was offen. Du hast mir kein Baby gemacht. Geil gefickt aber nicht gespritzt."
    
    „Ahm." Lena und ich zuckten zusammen. Neben uns stand plötzlich Frau Doktor Tanny. Wo kam die denn her? Sie musste unsere letzten Sätze mitbekommen haben. Lena griff nach meiner Hand. Ich wischte sie beiseite und drehte mich stattdessen zwischen Lena und der Ärztin.
    
    „Sie haben ihr Rezept vergessen." Sie reichte den Zettel an mir vorbei.
    
    Lena schnappte ihn aus ihrer Hand und griff mit der anderen nach mir. „Danke, aber wir müssen jetzt", rief sie kurz, dann zog sie mich fort. Vor der Ärztin war ihr auf einmal was peinlich. Entschuldigend schaute ich über meine Schulter ...
    ... zurück. „Vielen Dank, aber sie sehen ja, wir haben's eilig."
    
    „Keine Ursache. Verstehe schon, so eine Kolbenreinigung am Waldrand ist ne dringende Sache. Das sollte man nicht aufschieben."
    
    Lena und ich blieben abrupt stehen und schauten zurück.
    
    „Ich bin zwar blond, aber nur gefärbt. Ihr zwei Süßen seid einfach zu durchschauen." Sie legte den Kopf schräg, als hätte sie so einen besseren Blickwinkel. „Viel Spaß beim Durch-Blasen." Dann schritt sie in die entgegengesetzte Richtung ins Behandlungszimmer.
    
    „Fuck!", sprach Lena meine Gedanken aus.
    
    Wir lösten das Rezept in der hauseigenen Apotheke ein. Lena entschied sich, noch ein Entspannungsbad mitzunehmen. Anschließend schlenderten wir zum Auto. Trotz des kleinen Zwischenfalls auf dem Gang schien eine Last von Lena abgefallen zu sein. Auf dem Parkplatz vor der Klinik bohrte sie nach: „Was ist nun? Wald, Kolben?"
    
    „Lena, wir sollten nach Hause fahren. Yasi und Lisa warten!", wiederholte ich mich.
    
    „Dann verraten wir ihnen nichts von dem kleinen Abstecher. Die werden denken, wir waren so lange im Krankenhaus. Los, komm schon. Ich habe Lust. Ich will mal wieder mit dir alleine ficken."
    
    „Du gibst wohl keine Ruhe. Hinterher werden wir noch erwischt und verhaftet. Dann war's das mit der Reise."
    
    „Mit dir ist ja heute gar nichts los. Du bist ne richtige Spaßbremse, weißt gar nicht, wie geil so eine Inspektion im Freien sein kann."
    
    „Weiß ich sehr wohl. Schließlich war ich mal Biker. Unsere Pfingstausflüge waren ...
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