1. Polyamorie 02


    Datum: 01.06.2022, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byBlackHatNCat

    ... hatte. Sag ‚Hallo' Cory."
    
    Sie winkte ins Publikum.
    
    „Der Contest geht in zwanzig Minuten los. Die Startreihenfolge hängt neben der Bühne. Ihr habt also noch genug Zeit, um euch was Spritziges zu besorgen. Ach ja, Getränke und Cocktails gibt's auch wieder wie in jedem Jahr. Und nun, viel Spaß!" Alle grölten und applaudierten erneut, als er von der Bühne sprang. Laute Musik ertönte. Diesmal kein Techno, wie beim letzten Mal, sondern Popmusik. Einige tanzten sofort drauf los. Auch wir bewegten uns zur Musik. Einzel und doch alle zusammen.
    
    Nebenbei fragte ich Yasi: „Wann bist du dran?"
    
    „Um halb Zehn. Das dauert noch", rief sie zurück.
    
    Nach einer Weile tanzte ein rothaariges Mädchen in Jeans und ner weißen Bluse zu uns und sprach mich an: „Wenn das mal nicht der Exorzist ist, der mich nicht auf seinem Besenstiel reiten lassen wollte!?"
    
    Ich überlegte, was sie meinte und woher sie mich kannte. Es musste von der Halloween-Party sein. Plötzlich fiel es mir wieder ein. Sie war die süße Hexe mit den orangenen Haaren. Lena hatte sie bloßgestellt. Die schien sie ebenfalls wiederzuerkennen. Mit den Händen in die Hüften gestemmt stellte sich Lena zwischen uns. Ein finsterer Blick strafte das Mädchen. „Wenn du dich nicht gleich in Luft auflöst, werde ich dir deinen eigenen Slip in den Mund stopfen. Und dich mit nem echten Holzstiel durchficken, bis dir der Kitzler abfällt", zischte sie.
    
    „Hey, cool bleiben. Sei doch nicht so rüde zu mir. Ich wollte doch nur-" Sie hatte ...
    ... schon Tränen in den Augen und zog einen süßen Flunsch, als ein Lederhandschuh von hinten ihre Haare ergriff und den Kopf hart zurückzog.
    
    „Da bist du ja, du kleine Schlampe. Wer hat dir erlaubt mit den Leuten zu reden? Habe ich dir nicht gesagt, du musst mich immer erst um Erlaubnis fragen!? Hat euch dieses Fickstück belästigt?"
    
    „Auuu, ahhh, ich bin ja schon still", schrie die Kleine und wand sich in dem Griff. Die Hand gehörte einer Frau, die neben dem armen kleinen Mädchen auftauchte. Ich erkannte sie jetzt erst. Sie trug keinen weißen Ärztekittel mit Namensschild, ich grüßte sie: „Guten Abend, Frau Doktor Tanny. Das ist aber eine Überraschung. Sie auch hier auf der Party?"
    
    „Guten Abend, Herr Brandt."
    
    „Ah, sie erinnern sich auch noch. Das ist die Ärztin, die Lena im Krankenhaus untersucht hat", erklärte ich den anderen.
    
    „Hallo, Lena. Wie geht ...", sie setzte zu einer Frage an, hielt dann abrupt inne. „Moment mal", rüde wandte sie sich an die Kleine, die noch immer in ihrem Griff zappelte und spuckte ihr ins Gesicht. „Auf die Knie und Kopf an meine Fotze."
    
    Das Mädchen gehorchte ihr sofort. Sie kniete sich direkt vor der dunkel gekleideten Herrin und verschränkte die Arme hinter dem Rücken. Ihren Kopf lehnte sie vor und atmete mit offenem Mund direkt in Doktor Tannys Schoß. Yasi, Lisa und ich wechselten Blicke.
    
    Was ging denn hier ab?, fragten wir uns alle. Dennoch musste ich zugeben, die Situation fand ich recht scharf.
    
    Doktor Tanny reichte Lena die Hand ...
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