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Polyamorie 02
Datum: 01.06.2022, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byBlackHatNCat
... Übungsmaterial. Wir werden viel Spaß haben, glaube mir." Dann gab sie Lena einen saftigen Kuss auf den Mund. „So und jetzt muss ich mein böses Mädchen finden. Mir kribbelt die Fotze, da muss dringend jemand ran. Bis nachher, Siggi." Sie drehte sich um und schritt suchend durch die Menge. „Das war-?" Lena stierte ihr hinterher. „Das war Lady Julia, die BDSM-Meisterin. Von ihr kannst du viel lernen. Ihr Spielzeug ist Marie, ihre Sklavin und, soweit ich weiß, auch ihre Geliebte und Lebenspartnerin." Siggi klopfte der starrenden Lena auf die Schulter. „Keine Panik, eigentlich ist sie ein Engel. Marie auch -- und so süß. Das wird schon klappen." Dann entdeckte er Cory mit zwei Mädchen im Gespräch. Offenbar stritten sie sich. „Oje, ich glaube da gibt's Ärger. Ich muss mal dazwischen, sonst passiert gleich ein Unglück." Er eilte zu den drei Streithennen. „Puuuh! Ich brauch jetzt was Hartes." Lena drehte sich zur Bar und rief: „Einen Wodka, bitte! Doppelt, wenn's geht." „Ich auch", schloss sich Lisa an. „Ich nehm noch eine Cola, und du, Kätzchen?" „Ich will nichts. Ich muss das erst sacken lassen." Bis wir uns vom Auftritt der Lady und ihrer Sklavin Marie erholt hatten, machte sich auf der Bühne der erste Kandidat zum Singen bereit. Wir schauten gebannt zu. Es war ein kleiner, dicker Mann. Passend zu seiner Erscheinung hatte er einen Song von Elton John gewählt. Leider brachte seine hohe Stimme viele zum Spotten. Sie lachten ihn aus. Trotzdem machte er seine ...
... Sache recht gut. Hätte ich da oben gestanden, hätte ich mich sicher noch viel mehr zum Gespött gemacht. Singen war nicht meine Stärke, dann eher tanzen. Es folgten ein paar Interpreten, die mal gut, mal weniger gut waren. Einer hatte ein Hühnerkostüm an und sang: ‚Ich wollt, ich wär' ein Huhn'. Das Publikum war amüsiert und ging voll mit. Auch wir hatten Spaß daran und grölten den Refrain mit. Nur Yasi hielt sich zurück und griff stattdessen meine Hand. Sie wurde immer stiller, schmiegte sich lieber an meinem Arm, anstatt, wie Lisa und Lena, laut mitzusingen und zu klatschen. Als ich sie fragend ansah, wirkte ihr Schmunzeln aufgesetzt. Vermutlich hatte sie ein bisschen Lampenfieber, ihr Auftritt würde bald sein. Nach dem Huhn betraten die jungen Frauen, mit denen Cory gestritten hatte, die Bühne. Beide waren gleich angezogen und hatten lange blonde Haare. Auch in Körpergröße und Gesicht ähnelten sie sich sehr, soweit ich das erkennen konnte. Ich vermutete, sie waren Zwillinge. Ich glaubte, den Song erkannt zu haben. „Das ist doch Dancing Queen von ABBA, oder?" „Yep! Die verkacken! Hundert pro!", antwortete Yasi und lehnte sich mit dem Rücken gegen die Theke. „Warum? Ist doch ein schönes Lied." „Klar ist das schön ... schön schwer!" Sie schüttelte den Kopf. „Das bekommt keiner hin. Die nicht, ich nicht, nur ABBA. Ich würde das nie auf einer Karaoke-Party singen, geschweige denn, auf einem Wettbewerb! Hör doch nur, wie falsch sie singen." Den Leuten um ...