1. Polyamorie 02


    Datum: 01.06.2022, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byBlackHatNCat

    ... Lieblingsitalieners.
    
    Lisa kam mit der Karte zurück und setzte sich auf die Armlehne zu Lena.
    
    „Ich kann mich nicht entscheiden. Die Pizzas sind alle megalecker. Die Pasta aber auch, die sind selbst gemacht. Oder doch nen Tomatensalat mit Thunfisch? Oh menno, immer diese Entscheidungen." Wie immer, tat sich Lisa schwer, wenn sie die Qual der Wahl hatte.
    
    „Was willst du denn Yasi? Pizza, Pasta oder Insulata di Pomodoro?", fragte Lena.
    
    „Ich weiß nicht. Vielleicht nasche ich von jedem von euch ein bisschen."
    
    Lisa und Lena lachten gleichzeitig los.
    
    „Also dann das La Perla -- Buffet!", erkannte Lena.
    
    „Mit allem Pi-Pa-Po!", ergänzte Lisa und klatschte sich erneut mit Lena ab.
    
    „Na mich braucht ihr dann gar nicht mehr fragen. Da ist für jeden was dabei. Frag nach, wie lange die Lieferung dauert", bemerkte ich an Lena gerichtet. „Ich hole schon mal den Wein."
    
    Eine dreiviertel Stunde später wurde alles geliefert. Der Couchtisch war überladen mit den Speisen. Wir drei tranken dazu Rotwein, Yasi weiterhin ihren Tee.
    
    „Das war gut." Mein Kätzchen lehnte sich entspannt zurück an das Sofa. „Ich fühle mich wirklich besser. Kann auch durch die Medikamente kommen, aber die frische Pasta mit all den verschiedenen Soßen und dazu die hauchdünne Pizza. So was Gutes hab ich schon lange nicht gehabt."
    
    „Da hast du recht. Aber nicht zu vergessen, Lachen ist die beste Medizin!", meinte Lisa.
    
    „Ich hab fast den ganzen Tag geschlafen und bin jetzt genug gestärkt, um mit ...
    ... euch die Nacht durchzumachen."
    
    „Kätzchen, du solltest es nicht übertreiben."
    
    „Wenn ich es aber will?! Du wirst deinem Kätzchen doch nicht den Wunsch verwehren?" Sie streichelte mich zwischen den Beinen.
    
    „Natürlich nicht, du brauchst mich nicht weiter überzeu-" Sie tat es dennoch. Mit dem folgenden Kuss hätte sie alles von mir verlangen können. Mir schwirrte der Kopf. Ob vom Wein oder dem Kuss, oder doch durch die sanft fordernde Massage im Schritt. Ich war ihre Marionette.
    
    * * *
    
    Gegen zehn Uhr lagen wir in unserem Bett. Yasi und ich in der Mitte, Lena kuschelte sich an mich und Lisa wärmte Yasi. Wir drei waren wie gewohnt unbekleidet. Nur Yasi trug noch den viel zu großen Pyjama von mir. Die Ärmel und Hosenbeine hatte sie zwar aufgekrempelt, aber die Hose rutschte beim Laufen von selbst herunter. Yasi musste sie immer festhalten. Es sah lustig aus, doch im Bett störte es nicht. Mein Schmusekätzchen sah darin einfach nur süß aus.
    
    Auf meinem linken Arm hatten Yasi und Lisa ihre Köpfe gelegt. Yasi himmelte mich mit den orientalischen Katzenaugen an. Wir gaben uns immer wieder zärtliche Küsse. Trotzdem ich sie physisch spürte, kam mir alles immer noch wie ein Traum vor. Wodurch hatte ich das alles nur verdient? Ich war der glücklichste Mann auf Erden.
    
    Lisa blickte über Yasis Schulter zu Lena. Per Augenkontakt gab sie dem kleinen Teufel hinter mir Zeichen. Ich konnte nicht deuten, was die beiden schon wieder ausheckten. Aber bevor Lena anfing mich zu necken, ...
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