-
Polyamorie 02
Datum: 01.06.2022, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byBlackHatNCat
... eine kurze Phase sein oder andauern. Wenn Yasi sich entsprechend gut fühlt, wird sie von selber wieder mitmachen. Solange werde hauptsächlich ich für sie da sein." „Sollen wir in meinem Zimmer schlafen?", fragte Lisa. „Für den Anfang schon. Das Schlafzimmerbett ist auch zu klein für uns alle. Außerdem seid ihr oben ungestört und könnt euch austoben. Yasi und ich bleiben hier unten." Damit war für uns alle klar, dass die schöne gemeinsame Zeit zu viert vorerst zu Ende war. Außerdem würde ich mir etwas überlegen müssen: Auf Dauer war das Doppelbett für 4 Personen keine gute Lösung. Anschließend ging ich wieder zu Yasi ins Wohnzimmer und erzählte ihr von unserem Beschluss. Sie nickte schwach, schaute in ihre Tasse und nippte am Tee. „Es tut mir echt leid um Lisa und Lena. Sie lieben dich genauso wie ich. Ich komme her und dränge mich zwischen euch. Genau deswegen bin ich damals fortgerannt. Ich wollte nicht zwischen dir und Lena stehen. Und jetzt bin ich auch noch die Frau in deinem Bett und sie müssen ausziehen. Das wollte ich nicht." Yasi liefen die Tränen. „Yasmin ... Yasi ... Stopp! Du hast dich nicht zwischen uns gedrängt. Wir haben dich aufgenommen. Wir wollen, dass du bei uns bist. Wir machen uns alle Sorgen um dich." Meine Worte konnten sie nicht beruhigen, sie schluchzte weiter. „Ich wollte das alles nicht", wiederholte sie. „Lena ist meine beste Freundin. Ich hatte doch nur sie." Flüsternd fügte sie hinzu: „Und dich!" Sie steigerte sich hinein, ...
... es glich einem Aufschrei, als sie erklärte: „Ich wusste doch nicht wohin, und zu meinem Onkel konnte ich nicht. Dem Baby zu liebe nicht. Unserem Baby! Er würde bestimmt verlangen, dass ich abtr ..." „Schhh, ruhig!", wiegte ich sie in meinen Armen. „Du hast alles richtig gemacht. Du bist jetzt hier, bei mir. Hier bist du sicher. Das verspreche ich dir." Yasi weinte sich in meinen Armen in den Schlaf. Von der Tür beobachteten uns Lisa und Lena. In Lisas Augen glitzerten ebenfalls Tränen. Lena hinter ihr, ballte die Hände zu Fäusten und mahlte mit den Zähnen. Wortlos drehte sie sich und zog Lisa mit sich hinaus. Noch müde von der kurzen Nacht schlief ich mit Yasi im Arm ein und wachte erst gegen Mittag auf. Ohne sie zu wecken, duschte ich und zog mich an. Lena und Lisa hatten die Unordnung im Schlafzimmer bereits beseitigt und das Bett frisch bezogen. Die Hausarbeit war auch schon erledigt. Ich ging zu ihnen nach oben und bat sie, ein Auge auf Yasi zu haben. Ich musste dringend etwas erledigen. Dann stieg ich in mein Auto und fuhr los. * * * Gegen Abend kehrte ich nach Hause zurück. Ich hatte schwer eingekauft. Als ich von Lisa und Lena die räumliche Trennung verlangte, kam mir eine Idee. Es waren für uns alle besondere Umstände. Erst vor ein paar Tagen erhielt unsere kleine Familie Zuwachs. Ich wollte nicht, dass das Gefühl entstand, es würde uns trennen. Örtlich war es einstweilen unvermeidlich, schon des Bettes wegen. In meinem Drang nach Harmonie suchte ich ...