-
Polyamorie 02
Datum: 01.06.2022, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byBlackHatNCat
... es lange nicht gelernt. Als Lisa 15 war, wollte sie sich bei einer Tanzschule anmelden, doch sie fand einfach alle anderen Jungs in ihrem Alter doof. Sonja und Lisa überredeten mich, den Kurs mitzumachen. Zunächst fühlte ich mich unter all den jungen Mädchen und pickeligen Jungen nicht wohl, doch mit den Wochen fand ich richtig Gefallen daran. Ja, es hatte uns hinterher riesig Spaß gemacht. Nach diesem Kurs gab es allerdings nur wenige Anlässe, zu denen ich mit Lisa oder Sonja tanzte, leider. Nun schwoften wir eng miteinander. Lisa legte ihren Kopf an meine Brust und wir drehten uns auf der Stelle. „Denkst du oft an Mama?" Ich musste Schlucken, denn das tat ich in dem Augenblick und hatte ein leicht schlechtes Gewissen. „Ja, hin und wieder", antwortete ich ihr wahrheitsgemäß. „Wie wäre es wohl, wenn sie nicht ...? Du weißt schon ..."... gestorben wäre. Vollendete ich ihren Satz in Gedanken. „Wir würden sicher nicht so zusammen leben, wie jetzt. Mit Lena und Yasi ... und mit dir." Ich gab ihr einen zärtlichen Kuss auf die Stirn und fuhr fort: „Und Yasi wäre sicher nicht schwanger. Alles wäre anders. Allerdings würden wir es nicht wissen und auch nicht vermissen. Es gäbe eine andere Normalität." „Stimmt. Da hast du sicher Recht, mit dem Unterschied, jetzt weiß ich, das ich dich damals auch schon geliebt habe.", gab sie zu. Ich hörte auf zu tanzen. „Du weißt, dass ich dich immer wie meine eigene Tochter geliebt und behandelt habe. Darum kam mir unsere ...
... ... körperliche ... Nähe zuerst ..." Ich stutzte. ‚Falsch' war nicht das richtige Wort. „Seltsam vor. Aber, wenn man es genau betrachtet, sind wir nicht blutsverwandt und ich stehe jetzt zu unsere Liebe und dem Sex mit dir." Sie ging einen Schritt zurück, sah mir direkt ins Gesicht. „Mir geht es ähnlich. Zuerst war es Neugier und ein tolles Spiel, dich mit Lena zusammen zu verführen. Aber als ihr in Nürnberg gewesen seid, da spürte ich diese Leere in mir. Ihr seid nicht da gewesen und ich habe gemerkt, dass ihr mir fehlt und ich euch beide liebe." Ich drückte sie an mich. Lisa legte ihren Kopf wieder an meine Brust. Langsam drehten wir uns weiter zur Musik. „Mit Yasi ist es genauso", fügte sie hinzu. Wir blieben erneut stehen. Sie mochte mein Kätzchen auch. Kein Wunder, nachdem was abends zuvor in der Küche abging. „Papa ...?", Lisa hob den Kopf und schaute mich an. „Hm?", forderte ich sie auf fortzufahren. „Papa, ich glaube ich bin in Yasi verliebt", gestand sie. „Ich meine, ich sagte ja, ich liebe dich und Lena, aber euch kenne ich schon ewig. Yasi gerade mal eine Woche und ich fühle mich total high, wenn sie bei mir ist. Sie ist so lieb, so schön und warm und ..." Ich lächelte und nickte zustimmend. „Frohe Weihnachten! Wir sind jetzt fertig", unterbrach uns Lena, als sie festlich gekleidet ins Wohnzimmer gesprungen kam. „Wollen wir jetzt essen?" „Ja, ich habe Hunger. Kommt!" Ich küsste Lisas Stirn und flüsterte zu ihr hinuntergebeugt: „Ich ...